Augenlaser OP bei Kurzsichtigkeit – was sollte ich wissen?

Doctor-Medic Liliana Bányai

Doctor-medic Liliana-Iulia Bányai

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22. Juni 2021 4 Minuten Lesezeit
Letzte Änderung: 17. Juni 2021
Augenlaser OP bei Kurzsichtigkeit - was sollte ich wissen?

Nicht selten tritt das Problem, mit dem in die Ferne sehen, zusammen mit einer Hornhautverkrümmung auf. Augenlasern bei Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung schließt sich jedoch nicht aus. Beide Fehlsichtigkeiten lassen sich mit einer Augenlaser-OP in einem Eingriff ausgleichen.

Damit diese durchgeführt werden kann, sollte die Kurzsichtigkeit sich zwischen 1 und 10 Dioptrien befinden und das Auge gesund sein. 

Welche Methoden sich für die Kurzsichtigkeit Korrektur anbieten und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Welche Augen-OP Methoden funktionieren bei Kurzsichtigkeit?

Brille und Kontaktlinsen werden meist zur Unterstützung des Auges eingesetzt und gleichen die Fehlsichtigkeit durch die zusätzliche Linse aus. Mit einer Augenlaser-OP besteht jedoch die Möglichkeit, die Kurzsichtigkeit dauerhaft zu beheben. 

Kurzsichtigkeit entsteht durch eine zu steile Wölbung der Hornhaut oder ein zu langes Auge. Dann liegt der Punkt, an dem einfallende Lichtstrahlen gebündelt an der Netzhaut ankommen davor.

Ferne Gegenstände werden dann nicht richtig wahrgenommen. Mithilfe verschiedener Augenlasermethoden kann der Brennpunkt wieder auf die Linse gesetzt werden. 

Die Laser-Methoden:

Die Augen lasern zu lassen bei Kurzsichtigkeit und Altersweitsichtigkeit ist ein unkomplizierter Eingriff, der nur wenige Minuten dauert und ambulant durchgeführt wird. Erfahrungsberichte zeigen, dass bei 90 % der Patienten keine Brille oder Kontaktlinsen mehr benötigt werden. 

Kurzsichtigkeit Operation Kosten: Je nach Methode ab 990 € pro Auge. 

ReLEx Smile

Die ReLEx SMILE Augenlaser-Methode ist ein präziser und minimaler Eingriff in die Hornhaut. Sie ist sicherer als andere Methoden wie Femto-Lasik oder PRK Lasek.

Das Risiko für Nebenwirkungen aufgrund des Umklappens des Hornhautdeckels fällt dabei weg. Die Methode ist sanfter und der Patient verspürt keine Schmerzen. Ein geformtes Kontaktglas dient zur Fixierung.

Im Gegensatz zur Femto-Lasik Methode wird die Hornhaut zwar präpariert, aber ohne eine Schicht abzutrennen. Der Femtosekundenlaser präpariert mit minimalen Schnitten die Hornhaut zur Verbesserung der Fehlsichtigkeit.

Dann wird eine kleine Öffnung von 2 bis 3 mm erzeugt und das Kontaktglas angehoben. Das zu entfernende Gewebe wird dann vorsichtig durch einen präparierten Tunnel gezogen. Nach diesem Schritt ist die Operation überstanden und eine halbe Stunde nach dem Eingriff sind bereits keine Einschränkungen mehr nötig. 

Kurzsichtigkeit mit ReLEx Smile lasern lassen

Femto-LASIK

Zu Beginn des Eingriffs mit der Femto-Lasik Methode wird die oberste Schicht der Hornhaut mit einem Femtosekundenlaser kreisrund geöffnet und aufgeklappt. Der dabei entstehende Deckel nennt sich Flap.

Die klingen-freie Methode ist sicher und die Hornhaut bleibt unbeschädigt. Nach der Öffnung wird mit dem Excimerlaser gezielt die Hornhautoberfläche geformt, um Unebenheiten auszugleichen. Danach wird der Flap wieder in Position gebracht.

Ablauf der Femto-LASIK in unserem Augenlaserzentrum Schritt 1
Ablauf der Femto-LASIK in unserem Augenlaserzentrum Schritt 2
Ablauf der Femto-LASIK in unserem Augenlaserzentrum Schritt 3

Der Erholungszeitraum fällt individuell aus. Als Frau sollte man zwei Wochen auf Make-up verzichten. Bis zu Nachkontrolle müssen Sie das Auge möglichst schonen und vor der Sonne schützen. Es kann sein, dass es für einen längeren Zeitraum zu trockenen Augen kommt und die Augen stärker geblendet sind.

PRK Lasek

PRK Lasek ist eine Weiterentwicklung der photorefraktiven Keratomileusis Methode, kurz PRK. Im Gegensatz zum Vorgänger fallen die postoperativen Schmerzen geringer aus, die Heildauer ist aber nach wie vor erhöht.

Bei der PRK Lasek-Methode wird das Epithel mit Alkohol vorbehandelt und beiseite geschoben. Es wird kein Flap erzeugt. Nach der Korrektur der Hornhaut wird eine weiche Kontaktlinse als Verband eingesetzt.

Dadurch wird das Auge bis zum Wiederaufbau der obersten Schicht vor Schäden geschützt. Während des Eingriffs überwacht der Eyetracker die Bewegungen des Auges und garantiert so ein zielgenaues Auftreffen an der gewünschten Stelle.

Kunstlinse für bessere Sicht – ICL-Linsen

ICL-Linsen (Implantable Contact Lens) sind eine Alternative zur Augenlaser-Op und auch dann möglich, wenn die Voraussetzungen für das Augenlasern nicht gegeben sind. Hierfür wird eine künstliche Linse ins Auge eingesetzt, ähnlich wie Kontaktlinsen. Im Prinzip handelt es sich hier, um implantierte Kontaktlinsen.

Eine Vorbearbeitung mittels Laser ist bei diesem Eingriff nicht notwendig. Mit dieser Methode lässt sich auch eine höhere Kurzsichtigkeit beheben. Ein Vorteil ist auch die Austauschbarkeit der Linsen. Wenn sich die Sehkraft erneut verschlechtert, kann die Kunstlinse gegen eine neue getauscht werden. 

Kunstlinse für eine bessere Sicht bei Kurzsichtigkeit- ICL-Linsen

Bis wie viel Dioptrien kann man seine Augen lasern lassen?

Die Augen lasern zu lassen ist nur in einer bestimmten Dioptrie Spannweite möglich. Gut behandelbar ist die Kurzsichtigkeit im Bereich zwischen 1 und 10 Dioptrien. Neben der Ausprägung der Fehlsichtigkeit ist die Gesundheit des Auges ein weiterer Faktor für die Eignung. 

Was sind mögliche Nebenwirkungen einer Augenlaser-OP?

Augen lasern bei Kurzsichtigkeit – Risiken entstehen vor allem bei sehr stark ausgeprägter Sehschwäche. Wo weit in das Auge hinein gearbeitet werden muss, besteht die Gefahr von Nebenwirkungen oder der Notwendigkeit für eine erneute OP.

Doch um solche Komplikationen auszuschließen werden im Vorfeld viele Untersuchungen durchgeführt, um die Eignung genauestens zu überprüfen.

Eine Augenlaser-OP unter optimalen Bedingungen ist abhängig von der eingesetzten Methode. Methoden, die einen Flap erzeugen bergen das Risiko von Entzündungen, Vernarbungen und Verschiebungen des Flaps.

Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit bei Einhalten der Empfehlungen durch den Arzt gering. Beim PRK-Verfahren kann es zu trockenen Augen kommen, da die oberste Schicht der Hornhaut komplett entfernt wird.

Die meisten Patienten sind jedoch mit der Laser-Operation zufrieden und haben keine Nebenwirkungen oder Risiken zu fürchten. Selbstverständlich sollten die Augen nach dem Eingriff durch Sonnenbrille und Vermeidung von reizenden Stoffen (Make-Up, Seife) geschützt werden.

Wer ist für eine Augenlaser-OP geeignet?

Für eine Augenlaser-OP sind Personen prinzipiell ab dem Alter von 18 Jahren mit gesunden Augen, sprich keinen chronischen Augenerkrankungen, geeignet.

Erst in diesem Alter verhält sich die Fehlsichtigkeit stabil und kann durch die OP behoben werden. Ebenfalls sollte die Hornhaut nicht zu dünn sein.

Eine erste Einschätzung, ob Sie für eine Augenlasern OP geeignet sind, können Sie mit diesem ersten Augenlaser-Eignungstest erhalten. Der Test ist selbstverständlich unverbindlich und mit keinerlei Kosten verbunden.

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