Das Auge

Das Auge

Das Auge ist unser wichtigstes Sinnesorgan. Mit dem Auge nehmen wir Lichtreize auf, welche uns durch einen komplexen Prozess das Sehen ermöglichen.

Das visuelle System der Augen setzt sich dabei aus verschiedenen Teilen zusammen, die im Gesamten ein Bild erzeugen. Die Netzhaut spielt, neben Hornhaut und Linse, eine wichtige Rolle.

Im Auge werden über lichtempfindliche Nervenzellen, sogenannte Fotorezeptoren, die Lichtimpulse aufgenommen und in das Sehzentrum des Gehirns geleitet. Erst dort wird die visuelle Wahrnehmung gebildet. 

Hier erfahren Sie alles Wichtige zum Aufbau und der Funktion des Auges.

Das Auge
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Wie funktioniert das menschliche Auge?

Wie funktioniert das Auge?

Das „Sehen“ ist viel komplizierter als Sie sich vermutlich vorstellen. Damit die Umwelt sichtbar werden kann, muss das Auge Licht in Nervenreize umwandeln, die dann zum Gehirn weitergeleitet werden. Erst dort entsteht das eigentliche Bild. Die verschiedenen Bestandteile des Auges übernehmen dabei sehr spezifische und gut aufeinander abgestimmte Aufgaben. 

Damit Sie einen Gegenstand sehen können, müssen die von diesem Gegenstand reflektierten Lichtstrahlen auf die Hornhaut treffen. Dort wird das Licht gebündelt, das dann hinter der vorderen Augenkammer auf die sogenannte Regenbogenhaut, die Iris, trifft.

Hinter der Regenbogenhaut liegt die Linse. Diese bündelt das einfallende Licht noch stärker und reguliert dadurch das Sehen in Nähe und Ferne. Dieses gebündelte Licht tritt anschließend durch den Glaskörper hinter der Linse auf die Netzhaut (Retina). So wird ein vorläufiges Zwischenbild erzeugt, welches auf dem Kopf steht und gespiegelt ist.

Die Sehzellen wandeln das Licht in die eigentlichen Nervenreize sprich Nervenimpulse um. Sind diese Impulse über den Sehnerv im Gehirn angekommen, entsteht schließlich das fertige aufrechte Bild.

Das Auge – Funktion des vorderen Bereichs

Als Augenweiß wird der sichtbare Bereich der festen Außenhülle des Augapfels bezeichnet. Die Regenbogenhaut (Iris) ähnelt einer Scheibe mit einem Loch in der Mitte (Pupille) und ist der farbige Bereich des Auges. Sie enthält Muskeln, die die Größe der Pupille verändern. Stellen Sie sich die Iris wie eine Kamerablende vor: Ist es dunkel, weitet sich die runde Pupille. Bei Helligkeit wird diese Öffnung kleiner. Auf diese Weise steuert sie die Menge des einfallenden Lichts, um ein optimales Bild zu erzeugen.

Die Iris und die Pupille (das Schwarze im Auge) werden von einer lichtdurchlässigen Schicht bedeckt: der Hornhaut (Kornea). Ihre Aufgabe ist es, zusammen mit den Augenlidern, Wimpern und der Tränenflüssigkeit die Augen vor eindringenden Fremdkörpern oder Verletzungen zu schützen. Zusätzlich ist die Hornhaut aber auch am Sehvorgang beteiligt. Die einfallenden Lichtstrahlen werden hier gebündelt und bereits gebrochen.

Die Hornhaut liegt nicht auf der Iris auf, sondern ist wie eine kleine Kuppel über sie gespannt. Zwischen Kornea und Iris befindet sich das Kammerwasser. Dies ist eine Flüssigkeit, welche das Auge reinigt sowie Hornhaut und Linse mit wichtigen Nährstoffen versorgt.

Das Auge - Funktion des vorderen Bereichs
Das Auge - Funktion des inneren Bereichs

Das Auge – Funktion des inneren Bereichs

Die Lichtstrahlen, welche durch die Pupille fallen, treffen anschließend auf die dahinter liegende Linse. Diese ist über feste Fasern an kurzen Muskeln befestigt, welche die Form der Linse verändern können. Das einfallende Licht wird je nach Form unterschiedlich stark gebrochen, wodurch sich das Auge auf „nah“ oder „weit“ einstellen kann. Man bezeichnet diesen Prozess als Akkommodation.

Hinter der Linse sitzt der durchsichtige Glaskörper (Corpus Vitreum) im Augeninneren. Seine geleeartige Masse verleiht dem Augapfel seine prall-elastische Form. Dass der Glaskörper durchsichtig ist, ist eine wichtige Voraussetzung für gutes Sehen. Kommt es im höheren Alter zu Trübungen, können Augenerkrankungen, wie zum Beispiel ein Grauer Star, entstehen.

An der Rückwand des Augapfels liegt innen die Netzhaut (Retina). Im sogenannten Augenhintergrund – ihrem hinteren Bereich – sitzen Millionen von Sinneszellen, welche Lichtreize empfangen und in Nervensignale umwandeln. Durch die Linsenbrechung entsteht dort ein scharfes, verkehrtes und auf dem Kopf stehendes Bild von den Dingen, die betrachtet werden.

In der Netzhaut werden zwei Arten von Sinneszellen unterschieden: Zapfen und Stäbchen.

Die meisten Zapfen sitzen ungefähr in der Mitte des Augenhintergrunds, dem sogenannten „gelben Fleck“ (Makula). Hier befindet sich die Stelle des schärfsten Sehens. 

Eine der häufigsten Ursachen für Erblindung ist die Makuladegeneration. Im Verlauf der Krankheit bildet sich die Netzhaut zurück, wodurch es zu einem fortschreitenden Sehverlust im zentralen Gesichtsfeld kommt. Eine Heilung der Erkrankung ist bis heute nicht möglich. In vielen Fällen ist es aber durch eine Therapie möglich, das Fortschreiten zu stoppen oder zu verlangsamen.

Die ankommenden Nervensignale aus den Zapfen und Stäbchen wandern anschließend über den Sehnerv ins Gehirn. Dort werden die Informationen verarbeitet und es entsteht ein bewusst wahrgenommenes Bild.​1​

Warum können wir scharf sehen?

Der Akkommodation verdanken wir Menschen, dass wir scharf sehen können. Die Akkommodation ist ein muskulärer Vorgang in unserem Auge, durch den wir sowohl in der Ferne als auch in der Weite scharf sehen

Dabei passt der sogenannte Ziliarmuskel die Dicke der Linse automatisch an die Entfernung des Objekts an. Bei nahen Objekten ist der Ziliarmuskel entspannt und die Linse bleibt dick. Blicken wir in die Ferne spannt sich der Muskel an und die Linse wird dadurch auseinandergezogen und flach. Durch diese Verformung der Linse verändert sich die Brechkraft unserer Augen und Objekte werden automatisch scharf gestellt.

Die Akkommodation funktioniert aber nicht bei allen Lebewesen gleich. Im Gegensatz zu uns Menschen sehen Hunde zum Beispiel eher unscharf und weniger farbig. Insekten dagegen können sogar ultraviolettes Licht erkennen.

Anatomie des Auges

Die Form des Auges ist ein komplexes anatomisches Gebilde. Es besteht aus mehreren Strukturen, die alle eine gewisse Funktion übernehmen. Die drei wichtigsten sind:  

  • der Augapfel
  • die Anhangsorgane
  • die Sehbahn
Anatomie des Auges

1. Augapfel

Der Augapfel ist der Teil des Auges, der auch von außen sichtbar ist. Seinen Namen verdankt er wohl der runden Form. In der Fachsprache wird er auch Bulbus oculi genannt. Der Augapfel wird von drei Schichten umhüllt – der äußeren Augenhaut, der mittleren Augenhaut und der inneren Augenhaut. Dabei liegt der Augapfel in der Augenhöhle

Die äußere Augenhaut setzt sich aus der Lederhaut und der Hornhaut zusammen. Die Lederhaut gibt dem Augapfel seine weiße Farbe und umschließt ihn fast zur Gänze. Nur im vordersten Bereich befindet sich eine durchsichtige Schicht – die Hornhaut. Gemeinsam mit der Bindehaut dienen sie vor allem dem Schutz des Augapfels vor Bakterien und Fremdkörpern.

Die mittlere Augenhaut besteht aus der Aderhaut, dem Ziliarkörper und der Regenbogenhaut (auch Iris genannt). Die Aderhaut macht den größten Teil der mittleren Schicht aus und versorgt den Augapfel mit Nährstoffen. Der Ziliarkörper ist für die Aufhängung der Linse zuständig. Die Regenbogenhaut steuert mithilfe der Pupille den Lichteinfall und bestimmt unsere Augenfarbe

Die innere Schicht ist die Netzhaut, welche im Wesentlichen für das Sehen verantwortlich ist. In der Netzhaut befinden sich zahlreiche Lichtsinneszellen, die in Zäpfchen und Stäbchen unterteilt werden. Diese ermöglichen uns das Farbsehen bzw. das Erkennen von Schwarz- und Weißtönen.

2. Die Anhangsorgane 

Zu den Anhangsorganen der Augen zählen unter anderem:

  • Der Tränenapparat: Hier wird die Tränenflüssigkeit gebildet, um das Auge zu reinigen. 
  • Die Augenmuskeln: Die 6 Augenmuskeln dienen dazu, den Augapfel zu bewegen und den Blick zu steuern.
  • Die Augenlider: Die Lider und Wimpern schützen das Auge. Durch die Lidbewegung wird Tränenflüssigkeit verteilt und die Hornhaut gesäubert.

3. Die Sehbahn 

Die Sehbahn überträgt das Bild aus dem Auge ins Gehirn.

Sie besteht hauptsächlich aus dem Sehnerv, welcher eine ca. 4,5 cm lange Verbindung vom Augapfel zum Gehirn darstellt.

Übertragen wird das Bild durch mehr als eine Million Nervenfasern.

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Evolution des Auges

Vor ungefähr 540 Millionen Jahren begann sich das Auge zu entwickeln. Augen wie wir sie heute kennen hat die Evolution aber erst 100 Millionen Jahre später hervorgebracht. Linsenaugen, wie die des Menschen und der meisten Wirbeltiere, sind das wohl am weitesten entwickelte Sehorgan

Nicht alle Tiere haben derart leistungsfähige Augen. Dennoch sind Forscher der Meinung, dass das menschliche Linsenauge und die weniger fortschrittlichen Augen anderer Tiere denselben Ursprung haben. Neben den Linsen- bzw. Kameraaugen kennt die Evolution noch zwei andere Augentypen:

Die Komplexaugen und die Spiegelaugen. Die Komplexaugen von Insekten oder Gliederfüßern, welche aus vielen Einzelaugen bestehen. Und die Spiegelaugen, wie sie z.B. bei Muscheln vorkommen, haben einen reflektierenden Spiegel, der das Licht auf die Linse projiziert.

Aufbau Auge – Wie ist das menschliche Auge aufgebaut?

Stellen Sie sich den Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Auges vor wie die eines Fotoapparates. Viele einzelne Bestandteile arbeiten perfekt aufeinander abgestimmt zusammen, um am Ende ein möglichst fehlerfreies, scharfes Bild zu erhalten. Im Folgenden erklären wir Ihnen den Aufbau des Auges und die einzelnen dazugehörigen anatomischen Bereiche.

Die Hornhaut dient als Schutzschild des Auges. Sie ist der durchsichtige, gewölbte vordere Teil des Auges und aus mehreren Schichten aufgebaut. Zudem ist die Hornhaut gemeinsam mit der Linse für das Brechen des einfallenden Lichts zuständig.

Sie wird von einer Vielzahl von Nervenfasern durchzogen und nach außen von einem Tränenfilm bedeckt.

Ist die Hornhaut ungleichmäßig geformt, kann dies zu einer unscharfen, verzerrten Sicht führen. Man spricht von einer Hornhautverkrümmung.

Die Iris umschließt die Pupille und trennt vordere und hintere Augenkammer voneinander. Sie kann unterschiedliche Farben haben, da sie durch Pigmente gefärbt ist. Sie fungiert als Blende des Auges, da die Muskulatur der Regenbogenhaut den Lichteinfall des Auges über die Verengung oder Weitung der Pupille reguliert.

Die Pupille sitzt hinter der Hornhaut, vor der Linse und ist von der Regenbogenhaut umschlossen. Sie steuert den Lichteinfall in das Innere des Auges, indem sie sich zusammenzieht oder weitet.

Die Augenlinse liegt hinter der Regenbogenhaut, und wird von einer feinen Membran umgeben. Über die sogenannten Zonulafasern ist sie mit dem Ziliarmuskel verbunden. Dieser sorgt dafür, dass die Linse ihre Form und somit auch die Brechkraft verändern kann.

Durch diese Form der Anpassung wird es erst möglich, dass Sie sowohl sehr weit entfernte Gegenstände, als auch kleine Dinge direkt vor sich scharf sehen können. Mit einem Verlust der Sehkraft verbunden ist eine Trübung der Augenlinse. Man spricht von einem Grauen Star.

Dabei handelt es sich um einen inneren Augenmuskel, welcher hinter der Iris sitzt und diese umschließt. Er hält die Linse in ihrer Form.

Im vorderen Abschnitt Ihres Auges sitzen zwei Hohlräume, welche mit farblosem Kammerwasser gefüllt sind. Die vordere Augenkammer reicht meist von der Hornhaut bis zur Regenbogenhaut. Die hintere Augenkammer ist in der Regel kleiner und nach vorne durch die Regenbogenhaut, sowie nach hinten durch die Linse begrenzt.

Sind die Augenkammern zu flach, kann das Kammerwasser nicht richtig abfließen und der Augeninnendruck ansteigen. Die Folge ist ein Grüner Star, eine Augenerkrankung, die unbehandelt zur Erblindung führt.

Der Glaskörper nimmt den größten Anteil des Auges ein. Er besteht aus einer durchsichtigen, gelartigen Substanz und befindet sich zwischen Linse und Netzhaut.

Er wird zu 98 % aus Wasser gebildet, in dem Eiweißbestandteile und feinste Bindegewebsfasern verteilt sind. Umgeben ist dieses Gel von einer Grenz-Membran, welche vorn der Linse anliegt, und hinten, sowie seitlich der Netzhaut.

Die Netzhaut liegt am Augenhintergrund und übernimmt die Funktion, den ein Film beim Fotoapparat hat. In der Netzhaut befindet sich eine Vielzahl lichtempfindlicher Sinneszellen. In der Mitte sitzen vor allem die Zapfen, die für das Farbensehen verantwortlich sind. Am Rand liegen eher die Stäbchen, welch Ihnen auch bei Dunkelheit eine klare Sicht verschaffen.

Am stärksten konzentriert sind die Zellen in der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens.

Eine seltene Erkrankung des Auges ist die Netzhautablösung. Dabei klagen Betroffene über Lichtblitze, verschiedene Sehstörungen. Unbehandelt kann die Netzhautablösung zur Erblindung führen.

Die Lederhaut ist die weiße äußere Hülle im Auge. Die sogenannte „Sklera“ bezeichnet eine Schicht aus festem Kollagen, welche den Augapfel umschließt und das Auge schützt. Zusätzlich trägt die Lederhaut dazu bei, dass der Augapfel seine Form behält. Sie geht vorne in die Hornhaut über.

Die Choroidea hat die Aufgabe, die Netzhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Sie bildet die Mittelschicht zwischen Lederhaut und Netzhaut und setzt sich selbst aus 4 Schichten zusammen.

Als Makula wird der Bereich im Zentrum der Netzhaut bezeichnet, an dem die meisten Sehzellen sitzen. Er liegt in der Mitte der Netzhaut und setzt sich in erster Linie aus Zapfen für das Farbsehen zusammen.

Bildet sich die Netzhaut im Bereich des gelben Flecks zurück, spricht man von einer Makuladegeneration. Diese führt zu einem zunehmenden Verlust des Sehvermögens im zentralen Gesichtsfeld und in weiterer Folge unbehandelt zur Erblindung.

Der blinde Fleck wird auch Papille oder Mariotte-Fleck genannt. Hier trifft der Sehnerv auf die Netzhaut. An dieser Stelle des Sehnervs sind keine lichtempfindlichen Rezeptoren, wodurch das Auge an dieser Stelle blind ist. Im Alltag hat der Mensch dadurch keine Einschränkungen. Der blinde Fleck kommt in beiden Augen vor, weshalb das Auge in der Lage ist, die fehlenden Informationen durch das andere Auge zu ergänzen.

Die Ora serrata bezeichnet den Übergang von der Aderhaut zum Ziliarkörper, sprich vom sehenden Teil zum blinden Teil der Netzhaut.

Bei dem Sehnerv handelt es sich um den ersten Abschnitt der Sehbahn, welcher das Auge mit dem Gehirn verbindet.

Erkrankungen des Sehnerven sind in der Regel mit Gesichtsfeldausfällen verbunden. Der Sehnervenkopf befindet sich neben der Makula. An dieser Stelle tritt der Nerv aus dem Auge aus.

Geprüft durch Docotr Medic Liliana Banyai

Geprüft durch Augenärztin Frau Doctor-medic Bányai

25 Jahre Erfahrung & mehr als 50.000 erfolgreiche operative Behandlungen – Frau Doctor-medic Liliana-Iulia Bányai ist eine anerkannte Augenärztin und Spezialistin im Bereich der Augenchirurgie. Sie zählt zu den gefragtesten Chirurgen der Augenheilkunde in Deutschland und führt selbst mehr als 3.000 Augen-Operationen pro Jahr durch.

Welche Funktion haben unsere Augenlider?

Die Augenlider sind hauptsächlich für den Schutz der Augen vor äußeren Einwirkungen zuständig. Durch den Lidschlussreflex schließen wir unsere Augen automatisch, bevor ein Fremdkörper oder zu viel Licht ins Auge eindringen können. 

Außerdem verteilt sich durch die Bewegung der Lider die Tränenflüssigkeit, welche das Auge feucht hält. So wird ein Austrocknen der Augen verhindert und kleine Fremdkörper werden über den Tränenkanal herausgespült.

ReLEx SMILE: Behandlungsablauf

Haben Sie gewusst, dass sich unsere Augen gegenseitig aushelfen? 

Oft bemerken wir erst gar nicht, wenn unsere Augen aufgrund einer Augenkrankheit an Sehstärke verlieren. Grund dafür ist, dass ein Auge die Sehschwäche des anderen Auges ausgleichen kann. Dadurch hat der Betroffene den Eindruck immer noch vollständig sehen zu können. Oft fällt der Verlust der Sehstärke erst auf, wenn beide Augen stark beeinträchtigt sind. Regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt helfen daher Augenkrankheiten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

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Augenheilkunde – Behandlung von Augenerkrankungen

Egal ob Kurz- oder Weitsichtigkeit, Grauer oder Grüner Star. Jeder Betroffene einer Augenerkrankung ist auf eine umfassende Behandlung angewiesen. Bereits seit tausenden Jahren beschäftigen sich die Menschen mit dem Auge und seinen Erkrankungen. Doch erst seit kurzem ist die Medizin in der Lage Fehlsichtigkeiten meist nahezu schmerzfrei zu beseitigen. So kann die ursprüngliche Sehschärfe, in einer kurzen OP mittels Augenlaser, fast ausnahmslos wiederhergestellt werden.

Mit der passenden Heilmethode werden so selbst schwerwiegende Erkrankungen wie eine Netzhautablösung oder Hornhautverkrümmung erkannt, behandelt und das Sehvermögen verbessert oder erhalten. 

In den meisten Fällen hilft die moderne Methode der Laserbehandlung, um die Sehkraft wieder vollkommen herzustellen. Vor allem bei einer Linsentrübung, aber auch bei Kurz- oder Weitsichtigkeit ist die Laser-OP mittlerweile zum Routineeingriff geworden. Als Alternative zum Lasern bei extrem hoher Fehlsichtigkeit bzw. Alterssichtigkeit besteht auch die Möglichkeit, die Augenlinse durch eine Kunstlinse zu ersetzen.

Was sind typische Augenprobleme?

Es gibt viele typische Augenprobleme, dessen Ursachen meist harmlos sind. Sollten diese Augenprobleme dennoch für mehrere Tage anhalten oder die Augenschmerzen zunehmen, sollte unbedingt ein Augenarzt Ihre Augen ansehen. 

Typische Augenprobleme sind: 

  • Trockene Augen (Sicca Syndrom) – Überlastung, Stress oder die kalte Jahreszeit
  • Sie sehen alles doppelt (Doppelbilder) – Übermüdung und zu wenig Schlaf können die Ursache sein (Haben Sie dunkle Augenringe?)
  • Gerötete Augen durch Allergie
  • Geschwollene Augen (Müdigkeit)
  • Geplatzte Adern auf der Lederhaut (das Weiße im Auge)
  • Fremdkörpergefühl im Auge (zum Beispiel eine Wimper im Auge)
  • Augenlidentzündung wie Gerstenkorn oder Hagelkorn
  • Augenzucken (möglicher Vitamin B12 Mangel)
  • Schielen (speziell bei Kindern)
Grauer Star - Kurzer Überblick

Fehlsichtigkeiten des Auges

Fehlsichtigkeit bezeichnet einen Zustand des Sehsinnes, der nicht der Norm entspricht. Am weitesten verbreitet sind Kurz- und Weitsichtigkeit. Dabei kann das Auge entweder nahe oder weiter entfernte Objekte nicht mehr scharf sehen.

Weitere Formen von Fehlsichtigkeit sind die Hornhautverkrümmung (auch Astigmatismus oder Stabsichtigkeit), Nachtblindheit, Altersweitsichtigkeit und die Farbfehlsichtigkeit.

Wie weiß ich welche Art der Fehlsichtigkeit ich habe?

Betroffene können Dinge in der Nähe nicht scharf sehen. Diese Art der Fehlsichtigkeit wird durch einen zu kurzen Augapfel bedingt. Weitsichtigkeit betrifft weniger junge als ältere Menschen. Eine Weitsichtigkeit, die im Alter auftritt, nennt man auch Altersweitsichtigkeit (Presbyopie).

Dinge in der Ferne werden bei einer Kurzsichtigkeit unscharf gesehen. Hier ist der Augapfel zu lang und somit sind Linse und Hornhaut zu weit von der Netzhaut entfernt.

Wie der Name bereits sagt, ist bei dieser Art der Fehlsichtigkeit die Hornhaut verformt. Das Licht kann somit nicht mehr richtig gebrochen werden. Punktförmige Objekte werden von den Betroffenen als Strich gesehen.

Menschen, die unter Nachtblindheit leiden, sehen in der Dämmerung oder im Dunkeln deutlich schlechter. Das liegt an einer Störung der lichtempfindlichen Zellen in der Netzhaut.

Bei dieser Fehlsichtigkeit werden einzelne oder alle Farbtöne nicht richtig wahrgenommen. Grund dafür ist eine Funktionsstörung der farbempfindlichen Zellen in der Netzhaut.

Häufige Augenerkrankungen

Eine der häufigsten Augenkrankheiten ist der Graue Star (Katarakt). Es handelt sich hierbei um eine Trübung der Linse, die meist mit zunehmendem Alter auftritt. Der Grüne Star (Glaukom) ist hingegen ein Überbegriff für Augenerkrankungen, welche den Sehnerven betreffen.

Weitere gängige Augenkrankheiten sind unter anderem die Makuladegeneration, der Keratokonus, Netzhautablösungen oder Gelbe Augen. Um solche Erkrankungen rechtzeitig festzustellen und zu behandeln sind regelmäßige Besuche beim Augenarzt notwendig und empfehlenswert.

Monofokallinsen Implantat gegen Grauen Star

Wie bereits erwähnt handelt es sich beim Grauen Star um eine Trübung der Linse. Dieses Phänomen tritt entweder altersbedingt, vererbt oder durch eine Verletzung auf. Die Beeinträchtigung kann dabei entweder in der Nähe oder Ferne auftreten.

Der Grüne Star ist eine Erkrankung des Sehnerven, bei der die Sehnervenfasern absterben. Unbehandelt kann diese Krankheit bis zum vollständigen Erblinden der Betroffenen führen.

Wie der Name Makuladegeneration schon sagt, betrifft diese Krankheit die sogenannte Makula (gelber Fleck), welcher für das scharfe Sehen verantwortlich ist. Durch spezielle Medikamente kann das Fortschreiten des Sehverlustes gestoppt werden.

Eine Ablösung der Netzhaut muss immer schnellstmöglich behandelt werden, denn sie führt im schlimmsten Fall zum Erblinden. Dabei löst sich die Netzhaut an gewissen Stellen von ihrer Versorgungsschicht. Symptome einer Netzhautablösung sind gewisse Störungen im Sichtfeld wie kleine Blitze, Schatten oder schwarze Punkte.

Als Keratokonus bezeichnet man eine Verformung der Hornhaut. Dabei wölbt sich die Hornhaut kegelförmig auf. Häufig wird diese Erkrankung mit einer normalen Hornhautverkrümmung verwechselt.

Der Nachtstar ist keine eigentliche Augenerkrankung, sondern eine Trübung der Linsenkapsel nach einer Augen-OP. Diese lässt sich jedoch mit einem Laser schnell und einfach beheben.

Gelbe Augen sind meist ein Symptom für andere Erkrankungen im Körper. Meist kommen sie bei einer Schädigung der Leber vor. Die häufigste Ursache ist die Gelbsucht.

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Quellen:

  1. 1.
    Schmidt RF, Lang F, Heckmann M, eds. Physiologie Des Menschen. Springer Berlin Heidelberg; 2011. doi:10.1007/978-3-642-01651-6