5 Tipps, wie man Grauen Star erkennt!

Doctor-Medic Liliana Bányai

Doctor-medic Liliana-Iulia Bányai

Warum du uns vertrauen kannst
29. April 2021 8 Minuten Lesezeit
Letzte Änderung: 22. September 2022
5 Tipps wie man Grauen Star erkennt?

Grauer Star, in der Augenheilkunde auch als Katarakt bezeichnet, ist eine Eintrübung der Augenlinse und wird oft erst spät erkannt. Deshalb ist es wichtig, ab dem 50. Lebensjahr jährliche Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt durchzuführen. Denn meistens ist Grauer Star eine altersbedingte Erkrankung.

Knapp 50 Prozent der Menschen in Deutschland leiden ab dem 50. Lebensjahr am Grauen Star. Es kann aber auch sein, dass er durch Stoffwechselerkrankungen, langfristig benutzte Medikamente wie Kortison oder Verletzungen des Auges ausgelöst wurde. Deshalb möchten wir Ihnen diese Tipps nahebringen, die eine Früherkennung begünstigen können und Sie ermutigen einen Termin beim Augenarzt zu buchen.

Welche Grauer Star Symptome treten auf?

Die Symptome bei Grauer Star beginnen schleichend. Ein Augenarzt kann diese bei einer Vorsorgeuntersuchung jedoch frühzeitig erkennen. Wie bei einer Kamera beeinträchtigt die Trübung der Augenlinse die Brechung der Lichtstrahlen im Auge. Das einfallende Licht wird gestreut und kann nicht mehr zur Netzhaut gelangen. Dies führt zu folgenden Symptomen, wodurch man Grauer Star erkennen kann:

  • Ihre Sicht wird zunehmend verschwommener
  • Farben erscheinen Ihnen blasser, neblig
  • Ihre Blendempfindlichkeit nimmt zu
  • Wechselnde Lichtverhältnisse sind anstrengend für Ihre Augen
  • die räumliche Wahrnehmung und Fernsicht verschlechtern sich
  • Sie beginnen vermehrt einen Lichtschein um Objekte herum wahrzunehmen (bekannt als Halos) 
  • auch Doppelbilder können auftreten

Wenn Ihnen diese Symptome bekannt vorkommen, verschafft Ihnen der Augenarzt Aufklärung. Hier ist lieber Vorsicht geboten, denn: Im fortgeschrittenen Stadium der Linsentrübung kann es in kurzer Zeit sogar zur Erblindung des betroffenen Auges führen. Durch eine frühzeitige Entdeckung des Grauen Star und die richtige Augenoperation (Katarakt OP), wo die getrübte durch eine neue Linse getauscht wird, kann eine schnelle Heilung erfolgen, wodurch Sie wieder besser sehen.

1: Sie sehen schleichend immer schlechter?

Bei einem Katarakt geht Ihre Sehkraft meist schleichend verloren und scharfes Sehen ist nicht mehr möglich. Der stetig zunehmende Sehverlust ist auch eines der Symptome. Hierbei empfinden Sie keine Schmerzen, kein Brennen der Augen oder ähnliche Beschwerden. 

Sie erkennen dies auch, wenn sich Ihre Sicht auf die Umgebung verschlechtert und diese nur verschwommen und unscharf wahrgenommen wird. In diesem Fall kommt es Ihnen so vor als würden Sie durch den Nebel oder ein Milchglas blicken – Ihre Sicht ist gräulich oder milchig.

2: Erscheinen Farben blasser?

Mit der Zeit schwinden auch die Kontraste der Farben und Konturen immer mehr. Zu der unscharfen Sicht verlieren auch die gewohnten Farben deutlich ihre gewohnte Leuchtkraft und die Konturen der Gegenstände verschmelzen immer mehr ineinander. 

3: Sie haben das Gefühl Ihre Sehkraft ist beeinträchtigt?

Der Graue Star beeinträchtigt Ihre Sehkraft immer mehr. Sie lesen gerne Bücher? Schauen gerne fern? Nun merken Sie aber mit der Zeit, dass Sie ihre Augen immer mehr anstrengen müssen, nicht mal mehr die Lesebrille hilft und stellen eine deutliche Sehverschlechterung fest? Auch wenn Sie weitsichtig sind, kann es dann auch unter anderem passieren, dass Sie plötzlich auf die Nähe gut sehen. Schauen Sie aber in die Ferne, nehmen Sie alles verschwommener wahr.

Die Sehkraft der Augen lässt bei grauem Star mit der Zeit nach

4: Ihre Blendungsempfindlichkeit nimmt zu?

Sie reagieren nun beim Autofahren lichtempfindlich auf entgegenkommende Scheinwerfer der Autos oder andere Lichtquellen. Sie können aber auch schon durch die Straßenlaternen oder die tief stehende Sonne stark iritiert werden. 

Dies kann Sie durch die getrübte Linse so sehr einschränken, dass es fast unmöglich ist, noch etwas zu erkennen. Durch die wechselnden Lichtverhältnisse gewöhnen sich Ihre Augen langsamer daran. Sie sollten daher auch beim Autofahren darauf achten.

5: Ihre Sicht wirkt verschleiert, nebelig und gräulich?

Allgemein ist es ratsam, dass Sie alle zwei bis drei Jahre Ihre Sehstärke beim Optiker prüfen lassen. Wenn Sie das 65. Lebensjahr erreicht haben sollten, sogar alle ein bis zwei Jahre. Der Altersstar ist eine der häufigsten auftretenden Formen des Grauen Stars. 

Durch den natürlichen Alterungsprozess des Menschen verändert sich die Brechkraft des Auges. Zusätzlich erhöht sich die Chance auf Augenkrankheiten wie Grauer Star oder Grüner Star deutlich. Daher sollte ab dem 50. Lebensjahr, auch einmal jährlich der Augenarzt zur Kontrolle aufgesucht werden. Wenn Sie bereits unter mehreren dieser oben genannten Symptome leiden, liegt höchstwahrscheinlich eine Trübung der Linse und somit Grauer Star vor. Zögern Sie bitte nicht und holen sich sofort einen Termin beim Augenarzt Ihres Vertrauens.

Kann ein Optiker feststellen, ob eventuell ein Grauer Star vorliegt?

Verschiedenste Screeningtests gehören beim Optiker zum Angebot. Durch diese darf der Optiker zwar keine Diagnose stellen, kann aber Auffälligkeiten erkennen, die auf eine Augenkrankheit hindeuten. Der Optiker kann Sie zur eventuell nötigen Diagnose und Behandlung an den Augenarzt verweisen.

Wie stellt der Augenarzt den Grauen Star fest?

Der Graue Star lässt sich auch schon bevor Beschwerden entstehen bei der augenärztlichen Behandlung diagnostizieren. Hierzu gehört auch der Routine-Blick des Arztes auf Ihr allgemeines Sehvermögen, sowie auch auf andere Augenkrankheiten (z.B. Glaukom) und Sehstörungen. 

Vor der Untersuchung auf den Grauen Star wird das Auge vorher mit Augentropfen zur erweiterten Pupillenöffnung behandelt. Der Augenarzt verwendet zur Diagnostizierung eine Spaltlampe. Mit dieser ist eine mikroskopische Betrachtung des Äußeren Auges und der Linse möglich. Ihr Augenarzt, wie Frau Doctor-medic Bányai, kann mit der Spaltlampe feststellen, wo sich die Trübung in der Linse befindet und um welche Art des Grauen Stars es sich handelt.

Grauer Star: Der Augenarzt stellt durch verschiedene Untersuchungen eine Diagnose

Wenn der Graue Star bereits stark fortgeschrittene Stadien erreicht hat, sind diese sogar schon mit bloßem Auge sichtbar. Dies fällt durch die starke Trübung des betroffenen Auges auf – das heiße die Graufärbung der Linse ist bereits von außen sichtbar. Durch die Linsentrübung kann so der Graue Star diagnostiziert und in eine der vier Stadien eingeordnet werden. Anschließend kann so mit der passenden Behandlung begonnen werden.

Muss der Graue Star operiert werden?

Schreitet der Graue Star stetig voran und wird massiv, bleibt jedoch unbehandelt, kann er zur Erblindung führen. Medikamente, um den Grauen Star zu behandeln, gibt es keine. Sie können den Sehverlust vorübergehend oder sogar längerfristig mit einer Brille oder Kontaktlinsen ausgleichen. Die aber einzige und wirksamste Behandlungsmöglichkeit ist eine Grauer Star Operation.

Die Behandlung des Grauen Stars erfolgt mittels Katarakt-Operation. Ob und wann der Graue Star mit einer Laserbehandlung operiert werden muss, hängt sehr davon ab, wie stark der Sehverlust Ihr Leben beeinträchtigt. Leiden Sie noch unter einer weiteren Augenerkrankung, spielt dies auch eine entscheidende Rolle. Diese können das Ergebnis der Grauen Star OP beeinflussen.

Insgesamt ist die Operation des Grauen Stars eine sehr effektive Methode, um die Sehschärfe zu verbessern. Es handelt sich dabei um einen kleinen chirurgischen Eingriff, der unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Der Operateur macht mit dem Laser einen kleinen Schnitt am äußeren Rand des Auges und eine Öffnung in den vorderen Teil der Linsenkapsel. Anschließend wird bei ihrem so operierten Auge die natürliche Linse durch eine Kunstlinse (Intraokularlinse) ausgetauscht, entweder mit Monofokallinsen oder den modernen Premiumlinsen, auch Multifokallinsen genannt.

Zusätzlich können verschiedenste Fehlsichtigkeiten wie Hornhautverkrümmung, Kurzsichtigkeit oder Alterssichtigkeit positiv von der Grauen Star OP beeinflusst werden, indem spezifische Linsen eingesetzt bzw. verwendet werden. Für welche künstliche Linsen Sie geeignet sind, wird im Zuge der Voruntersuchung vom Augenarzt festgestellt.

Augen lasern und Augenarzt in Stuttgart - Doctor-medic Bányai

ONLINE AUGENLASER TEST – KOSTENLOS!

Sie fragen sich, ob Sie für das Augenlasern geeignet sind? Machen Sie jetzt ONLINE unseren KOSTENLOSEN Eignungstest und erfahren Sie in wenigen Klicks Ihr Ergebnis.

FAQ zu Grauer Star

Wie kann man einen Katarakt heilen?

Die gute Nachricht zuerst: Der Katarakt ist meist problemlos heilbar – und zwar mittels eines einfachen und schmerzfreien Eingriffs mit dauerhaftem Resultat. Allerdings bildet er sich nicht von selbst zurück und ohne Behandlung nimmt die Linsentrübung meist zu. Im schlimmsten Fall kann das bis zur Erblindung führen.

Die einzig effektive Behandlung erfolgt durch die Katarakt OP. Die Operation des Katarakt mittels Laser gehört zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen. Allein in Deutschland wird diese Operation rund 700.000-mal im Jahr durchgeführt.

Wie äußert sich der Graue Star in der Regel?

Beim Grauen Star wird Ihre Sicht bzw. die Linse in Ihrem Auge getrübt. Es scheint, als wäre die Welt um Sie herum von einem gräulich milchigen Schleier umgeben. Die Sicht des Auges wird zunehmend verschwommen. Der Graue Star verändert die Fähigkeit zur räumlichen Wahrnehmung. Dies kann bis zur Erblindung führen, sollten sie den Katarakt nicht behandeln. Die Katarakt ist eine der häufigsten Ursachen für die Erblindung weltweit.

Wer bekommt Katarakt?

Zum größten Teil ist die Katarakt eine Alterserscheinung. Durch gewisse Vorerkrankungen des Immunsystems wie Diabetes oder Erkrankungen der Augen kann die Katarakt bereits früher auftreten.

Inzwischen hat jeder zweite zwischen 52 und 64 Jahren mit dieser Erkrankung zu kämpfen. Ab dem 65. Lebensjahr sind es bereits über 90 % Betroffenen. Sie leiden unter Symptome eines Grauen Star? Buchen Sie ein persönliches Beratungsgespräch und Untersuchung in einem unserer Augenzentren. Ein Arzt wird Sie kompetent beraten. Die Untersuchung am Auge wird ergeben, ob Sie für eine Grauer Star Operation in Frage kommen.

Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse eine Operation des Katarakt?

Ja. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt in den meisten Fällen die Operation der Katarakt, da diese zur Einschränkung der Lebensqualität führt. Wir bieten ebenso eine Möglichkeit zur Finanzierung an.

Vereinbaren Sie einfach einen persönlichen Gesprächstermin bei uns. Im Rahmen des Gesprächs erfolgt auch eine Untersuchung. Des Weiteren informieren wir Sie und beantworten all Ihre Fragen zum Thema sowie dessen Behandlungsmethoden.

Kann man durch Katarakt erblinden?

Durch die Katarakt kann es zur Erblindung kommen. Daher sollte die Linsentrübung bei Grauer Star behandelt bzw. operiert werden. Die Grauer Star OP (Grauer Star lasern, Kataraktoperation) dauert weniger als 20 Minuten und wird mit dem LENSAR Laser durchgeführt. Für eine genaue Diagnostik und Voruntersuchung buchen Sie einfach ein persönliches Beratungsgespräch in einer unserer Augenarztpraxen. Ein Arzt wird Sie kompetent beraten.

Kann sich Katarakt zurückbilden?

Die Katarakt kann sich nicht zurückbilden, diese kann jedoch mittels eines einfachen und harmlosen Eingriffes korrigiert werden.

Wieso bekommt man Grauen Star überhaupt?

Grauer Star wird in der Medizin häufig als Katarakt bezeichnet. Die häufigste Form der Grauer Star Erkrankung ist die Cataracta senilis. Die Cataracta senilis tritt bei 90 Prozent der Erkrankten im Alter auf. Die Augenlinse verliert an Flexibilität, je älter man wird. Dies hat zur Folge, dass es beim Grauer Star zu einer Linsentrübung führen kann. Es können aber genauso jüngere Menschen an der Augenerkrankung Grauer Star erkranken:

  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) welche als Cataracta diabetica bezeichnet wird. Durch die Stoffwechselerkrankung erhöht sich auch der Zuckergehalt im Augenwasser und führt zur Ablagerung des überschüssigen Zuckers in der Linse im Auge.
  • Anderen Stoffwechselstörungen
  • Andere Augenerkrankungen – man spricht von Cataracta complicata, wenn Grauer Star durch eine andere Augenerkrankung ausgelöst wird. Entzündungen im Auge, starke Kurzsichtigkeit oder ein chronisches Glaukom bei Grüner Star können Grauer Star zur Folge haben
  • Verletzung des Auge – in der Medizin spricht man von Cataracta traumatica wenn Grauer Star durch eine Verletzung des Auges ausgelöst wird. Stichverletzungen, Erschütterung oder Prellung des Augapfels oder Verletzungen des Auges mittels Fremdkörpers können die Ursache für Grauer Star sein.
  • Genetische Augenfehlbildung – ca. 25 Prozent aller getrübten Linsen sind auf einen angeborenen Defekt zurückzuführen, welcher zu einer Fehlbildung des Auges führt. Wenn Grauer Star bereits seit der Geburt besteht, nenn man diesen Cataracta congenita.
  • Weitere Grauer Star Auslöser sind starkes Rauchen, Mangelernährung, Linsenstoffwechsel Defekte, radioaktive Strahlung und auch UV-Licht.

Die Grauer Star OP (Katarakt OP) ist eine vielversprechende Methode um gegen Grauer Star erfolgreich vorzugehen.

Was genau ist eine Multifokallinse?

Eine Multifokallinse hat den entscheidenden Vorteil, dass sie mit mehreren Brennpunkten arbeitet. Dadurch benötigen Patienten nach einer Linsenimplantation mit Multifokallinsen auf allen Distanzen in der Regel keine weitere Sehhilfe mehr. Die Stärke (Brechkraft) dieser Linse wird für Sie individuell berechnet.

Was passiert bei einem Nachstar?

Selten kann es nach einer Grauen Star OP zu einem Nachstar kommen. Dies führt zu einer Sehverschlechterung. Bindegewebe und Zellwucherungen trüben dabei die Sicht. Schuld daran ist die leichte Eintrübung des Kapselsacks, in den die Linse implantiert wurde.

Der Nachstar kann nach Monaten oder erst nach Jahren an dem operierten Auge auftreten.

In solchen Fällen empfiehlt sich eine weitere Operation des Auges. Ein kleiner Eingriff, damit ihre Sehqualität wieder völlig hergestellt ist.

Welche Linsentypen kommen bei der Grauen Star OP zum Einsatz?

Bei Grauem Star wird die natürliche Linse durch eine sogenannte „Intraokularlinse“ ersetzt. Es gibt 2 Arten von „Intraokularlinsen“:

  • Monofokallinse
  • moderne Multifokallinse

Wir verwenden überwiegend die Multifokallinse. Dank dieses modernen Linsentyps kann neben dem Grauen Star auch eine weitere Fehlsichtigkeit, nämlich die Alterssichtigkeit behoben werden.

Wie schmerzhaft ist eine Graue Star OP?
Wie schmerzhaft ist eine Grauer Star OP?
Ich sehe manchmal verschwommen – was bedeutet das?
Ich sehe manchmal verschwommen - was bedeutet das?