5 Tipps wie man Grauen Star erkennt?

Doctor-Medic Liliana Bányai

Doctor-medic Liliana-Iulia Bányai

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29. April 2021 4 Minuten Lesezeit
Letzte Änderung: 28. September 2021
5 Tipps wie man Grauen Star erkennt?

Grauer Star wird oft erst spät erkannt. Deshalb ist es wichtig ab dem 50. Lebensjahr jährliche Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt durchzuführen. Knapp 50 Prozent der Menschen in Deutschland leiden ab dem 50. Lebensjahr am Grauen Star (Katarakt). Deshalb möchten wir Ihnen diese Tipps nahebringen, die eine Früherkennung begünstigen können und Sie ermutigen einen Termin beim Augenarzt zu buchen.

Wie bei einer Kamera beeinträchtigt die Trübung der Linse die Brechung der Lichtstrahlen im Auge und führt zu folgenden Symptomen bei Grauer Star:

  • Ihre Sicht wird zunehmend verschwommener
  • Farben erscheinen Ihnen blasser, neblig
  • Ihre Blendempfindlichkeit nimmt zu
  • Wechselnde Lichtverhältnisse sind anstrengend für Ihre Augen
  • die räumliche Wahrnehmung und Fernsicht verschlechtern sich
  • Sie beginnen vermehrt einen Lichtschein um Objekte herum wahrzunehmen (bekannt als Halos) 

Wenn Ihnen diese Symptome bekannt vorkommen, verschafft Ihnen der Augenarzt Aufklärung. Hier ist lieber Vorsicht geboten, denn: Sobald die Linsentrübung ein spätes Stadium erreicht hat, kann dies bis zur Erblindung des betroffenen Auges führen. Durch eine frühzeitige Entdeckung des Grauen Star kann durch die richtige Katarakt OP eine schnelle Heilung erfolgen.

Sie sehen schleichend immer schlechter?

Bei einem Katarakt geht Ihre Sehkraft meist schleichend verloren. Der stetig zunehmende Sehverlust ist auch eines der Symptome. Hierbei empfinden Sie keine Schmerzen, kein Brennen der Augen oder ähnliche Beschwerden. 

Sie erkennen dies auch, wenn sich Ihre Sicht auf die Umgebung verschlechtert und diese nur verschwommen und unscharf wahrgenommen wird. In diesem Fall kommt es Ihnen so vor als würden Sie durch den Nebel oder ein Milchglas blicken – Ihre Sicht ist gräulich oder milchig.

Erscheinen Farben blasser?

Mit der Zeit schwinden auch die Kontraste der Farben und Konturen immer mehr. Zu der unscharfen Sicht verlieren auch die gewohnten Farben deutlich ihre gewohnte Leuchtkraft und die Konturen der Gegenstände verschmelzen immer mehr ineinander. 

Sie haben das Gefühl Ihre Sehkraft ist beeinträchtigt?

Der Graue Star beeinträchtigt Ihre Sehkraft immer mehr. Sie lesen gerne Bücher? Schauen gerne fern? Nun merken Sie aber mit der Zeit, dass Sie ihre Augen immer mehr anstrengen müssen. Auch wenn Sie weitsichtig sind, kann es dann auch unter anderem passieren, dass Sie plötzlich auf die Nähe gut sehen. Schauen Sie aber in die Ferne, nehmen Sie alles verschwommener wahr.

Die Sehkraft der Augen lässt bei grauem Star mit der Zeit nach

Sie werden zunehmend lichtempfindlicher?

Sie reagieren nun beim Autofahren lichtempfindlich auf entgegenkommende Scheinwerfer der Autos. Sie können aber auch durch zum Beispiel die Straßenlaternen oder der tief stehenden Sonne schon geblendet werden. 

Dies kann Sie durch die getrübte Linse so sehr einschränken, dass es fast unmöglich ist, noch etwas zu erkennen. Durch die wechselnden Lichtverhältnisse gewöhnen sich Ihre Augen langsamer daran. Sie sollten daher auch beim Autofahren darauf achten.

Ihre Sicht wirkt verschleiert, nebelig und gräulich?

Allgemein ist es ratsam, dass Sie alle zwei bis drei Jahre Ihre Sehstärke beim Optiker prüfen lassen. Wenn Sie das 65. Lebensjahr erreicht haben sollten, sogar alle ein bis zwei Jahre. Der Altersstar ist eine der häufigsten auftretenden Formen des Grauen Stars. 

Daher sollte ab dem 50. Lebensjahr, auch einmal jährlich der Augenarzt zur Kontrolle aufgesucht werden. Wenn Sie bereits unter mehreren dieser oben genannten Symptome leiden, zögern Sie bitte nicht und holen sich sofort einen Termin beim Augenarzt Ihres Vertrauens.

Kann ein Optiker feststellen, ob eventuell ein Grauer Star vorliegt?

Verschiedenste Screeningtests gehören beim Optiker zum Angebot. Durch diese darf der Optiker zwar keine Diagnose stellen, kann aber Auffälligkeiten erkennen, die auf eine Augenkrankheit hindeuten. Der Optiker kann Sie zur eventuell nötigen Diagnose und Behandlung an den Augenarzt verweisen.

Wie stellt der Augenarzt den Grauen Star fest?

Der Graue Star lässt sich auch schon bevor Beschwerden entstehen bei der augenärztlichen Behandlung diagnostizieren. Hierzu gehört auch der Routine-Blick des Arztes auf Ihr allgemeines Sehvermögen, sowie auch auf andere Augenkrankheiten. 

Vor der Untersuchung auf den Grauen Star wird das Auge vorher mit Augentropfen zur erweiterten Pupillenöffnung behandelt. Der Augenarzt verwendet zur Diagnostizierung eine Spaltlampe. Mit dieser ist eine mikroskopische Betrachtung des Äußeren Auges und der Linse möglich. Ihr Augenarzt kann mit der Spaltlampe feststellen, wo sich die Trübung in der Linse befindet und um welche Art des Grauen Stars es sich handelt.

Grauer Star: Der Augenarzt stellt durch verschiedene Untersuchungen eine Diagnose

Wenn der Graue Star bereits stark fortgeschrittene Stadien erreicht hat, sind diese sogar schon mit bloßem Auge sichtbar. Dies fällt durch die starke Trübung des betroffenen Auges auf. Durch die Linsentrübung kann so der Graue Star diagnostiziert und in eine der vier Stadien eingeordnet werden. Anschließend kann so mit der passenden Behandlung begonnen werden.

Muss der Graue Star operiert werden?

Medikamente um den Grauen Star zu behandeln gibt es keine. Sie können den Sehverlust vorübergehend oder sogar längerfristig mit einer Brille oder Kontaktlinsen ausgleichen. Die aber einzige und wirksamste Behandlungsmöglichkeit ist eine Grauer Star Operation.

Ob und wann der Graue Star mit einer Laserbehandlung operiert werden muss, hängt sehr davon ab, wie stark der Sehverlust Ihr Leben beeinträchtigt. Leiden Sie noch unter einer weiteren Augenerkrankung, spielt dies auch eine entscheidende Rolle. Diese können das Ergebnis der Grauen Star OP beeinflussen.

Wie lange dauert der Heilungsprozess nach einer Grauen Star OP?
Wie lange dauert der Heilungsprozess nach einer Operation des Grauen Star?