Frage: Grauer Star (Katarakt) – Operation oder doch nicht?

Doctor-Medic Liliana Bányai

Doctor-medic Liliana-Iulia Bányai

Warum du uns vertrauen kannst
14. Oktober 2020 4 Minuten Lesezeit
Letzte Änderung: 3. Oktober 2022
Der Graue Star (Katarakt) - Operation oder doch nicht?

Die Augenerkrankung Grauer Star ist eine der am häufigsten auftretenden Augenerkrankungen bei älteren Menschen. Viele Menschen ab dem 50. Lebensjahr sind vom grauen Star betroffen. Handelt es sich dabei doch um die Folge eines auch natürlichen Alterungsprozesses. Dabei trübt sich die körpereigene Augenlinse und somit das gesamte Sichtfeld. Es leidet auch die eigene Lebensqualität massiv darunter. Unbehandelt kann diese Eintrübung der Linse zur Erblindung des Betroffenen führen. 

Die Grauer Star OP ist eine der effektivsten und sichersten Methoden die im Bereich der Augenchirurgie eingesetzt wird.

Doch stellt sich für viele die Frage, ob man den Grauen Star auch ohne Operation behandeln lassen kann?! Dies lässt sich schnell mit Nein beantworten. Ein Grauer Star wird sich ohne Operation stetig und schleichend verschlechtern. Auch Sehhilfen können keine Heilung herbeiführen. Lediglich die Grauer Star Laser OP kann für klare Sicht garantieren.

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Kann der Graue Star ohne Operation behandelt werden?

Grundsätzlich nein. Die Behandlungsmöglichkeiten sind hier sehr begrenzt. Der Graue Star kann nicht medikamentös oder anderweitig behandelt werden. Eine Operation ist daher unausweichlich. Lediglich der Grüne Star kann mit gewissen Medikamenten behandelt werden.

Der Grund dafür liegt in der Art der Augenkrankheit. Der Graue Star ist eine immerzu fortschreitende Trübung der Linse. Das Einzig Wirkungsvolle ist die Entfernung der trüben Linse. Diese wird im Laufe der Operation (hierfür ist nur ein kleiner Schnitt am Rand der Hornhaut nötig um die Linsenkapsel zu öffnen) durch eine neue Kunstlinse (sogenannte Intraokularlinse – kurz IOL) ersetzt. Es kommen dabei zwei verschiedene Linsentypen zum Einsatz: Monofokallinsen oder Multifokallinsen. Noch wichtiger als der Linsentyp ist, dass die Linse gut an das Auge angepasst ist und die richtige Brechkraft (Stärke) hat.

Der Grüne Star (Glaukom) ist eine komplexe Erkrankung in deren Folge es zu einer Schädigung des Sehnerven kommt. Einer der wichtigsten Einflussfaktoren ist zum Beispiel der erhöhte Augeninnendruck. Hier kann mittels gewisser Medikamente entgegengewirkt werden. Eine Operation ist hier jedoch auch in manchen Fällen unumgänglich.

Was geschieht bei einer Operation des Grauen Stars?

Vor einer Katarakt Operation muss vorerst der Grad des Katarakts – also der Linsentrübung – bestimmt werden. Bei einer Voruntersuchung wird also mittels einer Spaltlampe die Stärke der Trübung der Augenlinse festgestellt. Ist diese stark genug, kann operiert werden.

Hierbei wird mit Unterstützung spezieller Lasertechnik, die körpereigene Linse entfernt und durch eine neue künstliche Linse ersetzt. Die geschieht unter Verwendung von Augentropfen zur örtlichen Betäubung. Die ehemals getrübte Sicht verbessert sich und es entsteht wieder ein klares und brillantes Bild auf der Netzhaut. Sie gewinnen neue Sehkraft!

Diese Augenoperation ist einer der am häufigsten durchgeführten Eingriffe in Deutschland und somit ein absoluter Routineeingriff um besser sehen zu können.

Katarakt Operation bei Grauem Star

Warum soll ich mich operieren lassen?

Die Katarakt ist eine Augenkrankheit die immer weiter voranschreitet. Die Sicht wird somit zunehmend trüber und unklarer. Dies geht hin bis zu einer vollkommenen Erblindung. 

Folgende Symptome sollten sie aufmerksam werden lassen:

  • Ihre Sicht wird zunehmend unklarer
  • Farben erscheinen Ihnen blasser, neblig
  • Ihre Blendungsempfindlichkeit nimmt zu
  • Wechselnde Lichtverhältnisse sind besonders anstrengend für Ihre Augen
  • die räumliche Wahrnehmung und Fernsicht verschlechtern sich
  • Sie beginnen vermehrt einen Lichtschein um Objekte herum wahrzunehmen (bekannt als Halos) 
  • Doppelbilder treten auf

Sollten Sie sich nicht operieren lassen wollen, werden Sie früher oder später erblinden. Daher ist der einzige Weg eine Operation. Die Laserbehandlung hat viele Vorteile: Sie ist schnell, sicher und mit wenigen Risiken verbunden. Zudem ist die Laserbehandlung schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.

Was passiert, wenn der Graue Star nicht operiert wird?

Wenn der Graue Star nicht operiert wird, wird sich zunächst die Sehleistung der getrübten Augen weiter verschlechtern. Blendempfindlichkeit und verschwommenes Sehen kann zu vielen gefährlichen Situationen im Alltag führen. Scharfes Sehen wird irgendwann nicht mehr möglich sein. Die Sehverschlechterung wird zunehmend belastender. Mit einer Erblindung der Augen ist, kurze Zeit nach der Diagnose, eher nicht zu rechnen. Bleibt der Graue Star jedoch unbehandelt und schreitet massiv voran kann er jedoch im Verlauf zu völligem Erblinden führen.

Was ist die beste Form der Operation? 

Der wohl beste Umgang mit dem grauen Star ist die Laserbehandlung in einer Augenklinik. Diese Form der Behandlung dauert nur wenige Minuten und schont das Auge enorm. Die Operation läuft unter einer örtlichen Betäubung ab. Das Augen lasern bei Grauer Star läuft schmerzfrei ab.

Der benutzte LENSAR-Laser schont die Augen während des Eingriffs. Sollte nach der Operation der Fall auftreten, dass Ihre Augen gereizt sind oder trocken werden, kann mit der E-EYE Behandlung nachbehandelt werden.

Wie kann ich mich mehr über Grauen Star informieren?

Sollten Sie sich vermehrt und genauer über den grauen Star informieren wollen, so können Sie am besten einen unserer Infoabende besuchen. Hier werden Sie durch den Augenarzt ausführlich über den Grauen Star, dessen Entstehung sowie die Behandlung und die Möglichkeit einer eventuellen Brillenfreiheit ein Leben lang im Detail informiert.

Der/die Augenärzt/in informiert über Augenkrankheiten wie Grauer Star

Würden Sie ein Gespräch unter vier Augen bevorzugen, raten wir zu einem persönlichen Beratungsgespräch. Im Rahmen des Beratungsgespräches untersuchen wir auch Ihre Augen. Dadurch können wir die vorliegende Augenkrankheit bzw. Fehlsichtigkeit und deren Grad bestimmen. Wir klären Sie über alle Formen der Behandlung auf und können Ihnen auch zur besten Behandlungsform für Sie raten. 

Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung:

  • Infoabende
  • Beitrag über Grauer Star
  • Persönliches Beratungsgespräch

Bei manchen Personen liegt zusätzlich zum Grauen Star eine Hornhautverkrümmung vor. Dann kommen für die neue Linse Speziallinsen durch den Operateur zum Einsatz um diese Verkrümmung zusätzlich auszugleichen.

Meist übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nur die Kosten für Standardlinsen – jedoch nicht für Premiumlinsen. Hierbei sollten Sie sich vorab bitte immer bei Ihrer zuständigen Krankenkasse informieren.

Was ist der sogenannte Nachstar?

Eine ab und zu auftretende Nebenwirkung beim Einsatz einer Kunstlinse ist der sogenannte „Nachstar“ – eine leichte Eintrübung des Kapselsacks beim operierten Auge kann auftreten – diese ist jedoch einfach und schnell zu behandeln.

Kurze Geschichte zur Behandlung des Grauen Stars!

Die Augenkrankheit Grauer Star ist schon seit langem als solche bekannt. Der Chirurg Antyllos soll bereits um 140 n. Chr. Menschen, deren Sehvermögen aufgrund von Grauem Star beeinträchtigt war, behandelt haben. Wie genau ist nicht bekannt. Sicher jedoch ist, dass dieser Eingriff nicht im Entferntesten mit den heutigen zu vergleichen ist. 

Im Mittelalter kam gab es die Starstecher oder Okulisten. Wie es der Namen vermuten lässt wurde der graue Star, bzw. die getrübte Linse, einfach in das Augeninnere eingedrückt. Einer der bekanntesten war Doktor Eisenbarth. Durch enorme Fortschritte in der Technik ist es heute möglich, dass der graue Star sanft und schonend mittels Laser behandelt werden kann und Sie wieder Ihre Sehschärfe zurückgewinnen.

COVID-19: Wir haben für Sie geöffnet und führen weiterhin unsere Augenlaser-Behandlungen durch!
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