Augenzucken – mögliche Ursachen für zuckende Augenlider

Doctor-Medic Liliana Bányai

Doctor-medic Liliana-Iulia Bányai

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5. Juli 2021 5 Minuten Lesezeit
Letzte Änderung: 22. März 2022
Augenzucken - mögliche Ursachen für zuckende Augenlider

Das Augenzucken wird meist von den Betroffenen als außerordentlich lästig wahrgenommen. Die Ursachen für nervöses Augenzucken sind oft Stress, Überanstrengung bei der Arbeit, zu hoher Koffeinkonsum oder eine Erschöpfung der Augen. Vitaminmangel kann zudem ein Auslöser für ein zuckendes Auge sein.

Das Augenlid ist eines der empfindlichsten Muskeln des Körpers. Es kann sich daher schnell verkrampfen und zu einem unangenehmen Zucken führen. Augenzucken ist im Normalfall ungefährlich und verschwindet so schnell, wie es aufgetreten ist.

Die Ursachen für ein nervöses Auge können vielseitig sein. Um einem häufig auftretenden Augenzucken entgegenzuwirken, muss die Ursache geklärt und dementsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Was verursacht Augenzucken? 

Wir haben die häufigsten Auslöser, die die unwillkürlichen Muskelzuckungen am Augenlid verursachen können auf einen Blick zusammengefasst: 

  • Stress
  • Zu wenig Schlaf und Müdigkeit – müde Augen (Augenringe)
  • Vitaminmangel und Magnesiummangel
  • Schwangerschaft
  • Koffein, Alkohol und Nikotin
  • Trockene Augen (Sicca Syndrom)
  • Allergie
  • Ernährungsprobleme
  • Nach einer Augen-OP oder Korrektur einer Fehlsichtigkeit
  • Augeninfektionen, wie zum Beispiel eine Bindehautentzündung
  • Bluthochdruck

Ihr Auge zuckt häufiger? Bei Ihnen ist das Augenzucken immer links? Das rechte Auge zuckt nie? Dann sehen Sie sich diese Liste an und überlegen Sie, ob einer dieser Auslöser der Grund dafür sein kann, dass Ihr Augenlid zuckt. Oftmals können Sie bei bewusster Wahrnehmung den Auslöser durch eine Umstellung in Ihrer Ernährung oder Ihres Lebensstils selbst ändern. Berichten zufolge kann eine Muskelentspannung zum Beispiel durch Autogenes Training erreicht werden. So kann das Zucken Ihres Augenlids wieder verschwinden. In seltenen Fällen ist das Augenlidzucken chronisch oder es steckt eine neurologische Erkrankung dahinter. Bei Verdacht sollte in jedem Fall ein Augenarzt aufgesucht werden.

Wie wird Augenzucken ausgelöst?

Das Augenzucken, im Fachjargon Faszikulation genannt, wird durch Muskelkrämpfe ausgelöst. Der Augenmuskel wird aus verschiedenen Gründen unfreiwillig zusammengezogen. In der Regel ist das Zucken sehr leicht, weshalb es für das Gegenüber nur schwer bemerkbar ist. Der Betroffene selbst spürt das Augenzucken dennoch sehr deutlich und empfindet es meist als äußerst störend.

Zuckendes Auge links oder rechts

Zuckt Ihr Auge links oder rechts? Das Augenzucken tritt meist lediglich nur auf einem Auge auf. Es kann also sein, dass nur Ihr rechtes Auge zuckt. Das Augenzucken kann aber auch nur links vorkommen. Außerdem ist entweder das obere Augenlid (Oberlid) oder das untere Augenlid (Unterlid) betroffen.

Stress als Ursache für ein zuckendes Augenlid

Eine häufige Ursache für zuckende Augenlider ist Stress. Das Auge ist sehr sensibel und anfällig für psychische Belastungen. Ein hohes Stresslevel kann die Augenmuskulatur strapazieren und zu einem ungewollten Zucken führen. Auch kann Stress zu Verspannungen wie Kiefer- oder Nackenverspannung führen. Diese wirken sich wiederum auf die Augenmuskeln aus. 

Um diesem Szenario entgegenzuwirken, ist Entspannung das Lösungsmittel. Ob kleine Yoga-Einheiten oder sich bei dem Masseur verwöhnen zu lassen, es ist Ihnen überlassen. Die Hauptsache dabei ist nur, dem Auge eine Pause zu gönnen. So können regelmäßige Sporteinheiten oder Meditationen außerordentlich förderlich sein, Stress nachhaltig zu reduzieren und einem zuckenden Auge entgegenzuwirken. 

Wenn der Körper zu wenig Schlaf bekommt, kann die Stressresistenz darunter leiden und das Augenlid aufgrund dessen zu zucken beginnen. Hat das Augenzucken diese Ursache, kann es mit ausreichendem Schlaf behoben werden.

Stress als Ursache für zuckende Augenlider

Vitaminmangel & Magnesiummangel als Augenzucken Ursache

Ein Vitaminmangel oder Magnesiummangel kann die Ursache für ein nerviges Augenzucken sein. Ergänzend ist wichtig, auch ausreichend Mineralstoffe zu sich zu nehmen. So hat Magnesium einen wesentlichen Einfluss auf Nerven und Muskeln. Ein Mangel kann daher durchaus die Ursache von Augenzucken sein.

Das Augenlid zuckt aufgrund Vitaminmangel

Ein Vitamin B12 Mangel begünstigt oftmals ein nervöses und zuckendes Augenlid. Damit der Körper genügend Vitamin B12 aufnehmen kann, sollten regelmäßig Fleisch und Milchprodukte verzehrt werden. 

Besonders Veganer sind von einem Vitamin B12 Mangel gefährdet und so kann es passieren, dass ein Augenlid zuckt. Das Vitamin B12 ist fast ausschließlich in tierischen Produkten enthalten. Veganern wird daher eine Einnahme von Vitamin B12 Präparaten empfohlen.

Außerdem könnte ein Mangel an Mineralien ein zuckendes Augenlid hervorrufen. Aufgrund dessen sollte täglich ausreichend Mineralwasser zu sich genommen werden. Als Richtwert gilt mindestens 1,5 Liter. Ein Magnesiummangel kann sich vor allem auf die Augenlid versorgenden Nerven auswirken. Magnesium kann, genauso wie bei anderen Muskelkrämpfen, einer Muskelzuckung im Augenbereich entgegenwirken. Denken Sie darüber nach, ob dies der Grund sein kann, dass Ihr Augenlid zuckt.

Augenzucken in der Schwangerschaft

Augenzucken in der Schwangerschaft kann häufig auftreten. Schwangere Frauen haben einen erhöhten Magnesiumbedarf. Wenn dieser nicht gestillt wird, kann es vermehrt zu zuckenden Augen kommen.

Es sollte daher vor allem in der Schwangerschaft auf eine ausgewogene und magnesiumreiche Ernährung geachtet werden. Magnesium befindet sich vor allem in den folgenden Lebensmitteln:

  • Nüsse
  • Kartoffel 
  • Gemüse
  • Früchte 
  • Vollkornbrot 

Weitere Gründe warum Ihr Augenlid zuckt

Die Gründe warum Ihr Augenlid zuckt, sind oft vielseitig. Im Folgenden sind davon einige Ursachen aufgelistet:

Kaffee-, Alkohol- oder Nikotinkonsum als Ursache für zuckende Augen

Ein nerviges Augenzucken kann durch zu hohen Kaffee-, Alkohol- sowie Nikotinkonsum hervorgerufen werden. Ein übermäßiger Konsum wirkt sich negativ auf die Augenmuskulatur aus. Nikotin hemmt die Durchblutung und ist genauso wie Alkohol ein Nervengift. Alkohol kann die Augenflüssigkeit austrocknen, wodurch schnell ein zuckendes Auge entstehen kann.

Koffein hat eine stimulierende Eigenschaft, die sich unter anderem auf Herzfrequenz und Muskulatur auswirkt. Die Augenmuskeln können bei einem zu hohen Koffeinkonsum schnell beeinträchtigt werden und ein zuckendes Augenlid kann das Resultat sein. 

Schlafmangel begünstigt ein Augenlid zucken

Sie hatten eine lange Nacht, konnten nicht schlafen und das linke Augenlid zuckt am Morgen? Wie jeder von uns weiß, schadet zu wenig Schlaf dem Körper und Nervensystem, wenn dies regelmäßig geschieht. Auch unsere Augen brauchen entsprechende Erholung. Ist dies nicht der Fall, verkrampft der Ringmuskel um die Augen und Zuckungen entstehen. Das linke oder rechte Augenlid zuckt dann innerhalb von kurzen Abständen. Meist zuckt auch nur das linke Augenlid oder das rechte Augenlid, selten beide.

Allergien und Krankheiten als Ursache für zuckende Augen 

Allergien können zu einem zuckenden Auge, Juckreiz oder Schwellungen im Augenbereich führen. Sollten Sie an Augenzucken leiden, dessen Ursache eine Allergie ist, können Antihistamin-Augentropfen die Lösung sein.

Sehr unwahrscheinlich und nur selten auftretend ist ein Tumor als Ursache von Augenzucken. Auch Multiple Sklerose (MS) kann sich im Augenbereich bemerkbar machen. In der Regel allerdings nicht in Form von Augenzucken. 

Trockene Augen als Ursache von Lidzucken

Blinzeln dient generell zur Befeuchtung bei trockenen Augen. Daher ist es naheliegend, dass das Auge bei mangelnder Tränenflüssigkeit automatisch öfter blinzelt, damit der Feuchtigkeitsmangel wieder ausgeglichen werden kann. 

Dieses häufige Blinzeln kann schnell zu einem unkontrollierten Zucken übergehen. Die Ursache für trockene Augen kann wiederum eine zu lange Zeit vor dem PC oder Fernsehgerät sein.

Korrektur einer Fehlsichtigkeit als Ursache

Eine Sehschwäche wird heutzutage häufig operativ behoben. Dabei sollte jedoch wie bei jedem operativen Eingriff darauf geachtet werden, dass der Vorgang professionell vollzogen wird. Eine nicht gut durchgeführte Korrektur der Fehlsichtigkeit könnte ebenfalls Auslöser für ein zuckendes Auge sein. Nach einer Augen-OP sind geschwollene Augen eine „normale“ Reaktion und auch ein Zucken kann vorkommen.

Andererseits kann ein zuckendes Auge aufgrund einer Sehschwäche auftreten oder ein Indiz für eine ungeeignete Dioptrienstärke der Brillengläser sein.

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Was kann man gegen Augenzucken tun?

Nachfolgend haben wir 9 Tipps zusammengefasst, was Sie gegen Augenzucken tun können. Je nach Ursache hilft ein anderer Lösungsansatz:

9 Tipps bei Augenzucken

Kann ein zuckendes Augenlid als Warnsignal des Körpers gedeutet werden? 

Wenn das Augenlid zuckt, bedeutet dies bei den meisten Menschen keine ernstzunehmende Krankheit. Es ist aber natürlich äußerst lästig, wenn das linke Auge oder das rechte Auge ständig zuckt. 

Dennoch können Sie die oben aufgelisteten Augenzucken Ursachen als kleine Warnsignale Ihres Körpers sehen, dass irgendetwas nicht passt. Nehmen Sie Ihren Lebensstil bewusst wahr und hören Sie auf Ihren Körper.

Augenzucken – wann sollte ich einen Augenarzt aufsuchen?

Ein Augenarzt muss bei einem vereinzelt auftretenden Augenzucken nicht sofort aufgesucht werden. Das zuckende Auge verschwindet meist schnell von alleine wieder. Häufig ist die Ursache für das Augenzucken offensichtlich. Dadurch kann dem Augenzucken auch ohne ärztliche Aufsicht entgegengewirkt werden. 

Von Blepharospasmus spricht man, wenn sich die Augenlider krampfhaft verschließen. Meist entsteht dies durch eine Irritation im Auge, auch durch Verletzungen, Entzündungen oder aufgrund eines Fremdkörpers. Diese Art des Zuckens beginnt oftmals mit einem starkem Drang zum Blinzelns. Ein Augenfacharzt sollte hier unbedingt aufgesucht werden.

Sollte ein Augenzucken sehr häufig auftreten oder ungewöhnliche Entzündungen bei der Augenpartie entstehen, sollte zur Sicherheit ein Augenarzt aufgesucht werden. Im Falle von weiteren Untersuchungen empfiehlt es sich einen Neurologen hinzu zu ziehen.

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