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Die Netzhautablösung ist eine eher seltene Erkrankung des Auges. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sich die inneren Anteile der Netzhaut von der Versorgungsschicht (der retinalen Pigmentepithel) ablösen. Meist wird die Ablösung durch den natürlichen Alterungsprozess des Auges verursacht. Bei einer frühzeitigen Behandlung sind die Genesungschancen sehr gut. Wird allerdings erst zu spät oder gar nicht eingegriffen, kann die Ablösung der Netzhaut auch zur vollständigen Erblindung führen. Behandelt werden kann eine Netzhautablösung durch Lasern oder mit einer Augenoperation. Abhängig ist die Behandlungsart vom Stadium der Erkrankung.

Symptome einer Netzhautablösung

Eine Netzhautablösung macht sich meist durch verschiedene Sehstörungen bemerkbar: Die Betroffenen sehen Lichtblitze, schwarze Punkte und Flocken, die sich bewegen. Schatten, die sich ausbreiten, können ebenfalls vorkommen. Sollten Sie auch nur Anzeichen dieser Symptome bei sich feststellen, ist es ratsam, Ihre Augen sobald wie möglich von einem Augenarzt untersuchen zu lassen. Je früher die Netzhautablösung erkannt und behandelt werden kann, desto größer sind die Chancen auf eine vollständige Genesung. Eine nicht oder zu spät behandelte Ablösung kann dagegen zu einer Erblindung des Auges führen.

Untersuchung und Diagnose der Netzhautablösung

Wenn Sie Symptome einer Netzhautablösung bei sich festgestellt haben, sollten Sie umgehend einen Augenarzt aufsuchen. Dieser wird eine Augenspiegelung durchführen. Damit kann die Innenfläche des Augapfels, die von außen normalerweise nicht sichtbar ist, untersucht werden. Das Gute an einer Augenspiegelung ist, dass sie schmerzfrei und risikoarm ist. Zudem lässt sich die Netzhaut damit sehr gut prüfen. Sie wird auf mögliche Ablösungen sowie Netzhautrisse untersucht, indem der Arzt den Augenhintergrund ausleuchtet, um so eine Veränderung auf der Netzhaut erkennen zu können. Sollte hierbei keine eindeutige Diagnose möglich sein, ist eine Ultraschalluntersuchung eine gängige Alternative.

Netzhautablösung: Risikofaktoren & Ursachen

Die Netzhautablösung ist eine relativ seltene Krankheit: Sie betrifft statistisch nur einen von 10.000 Menschen. Das entspricht 0,01 Prozent. Meist tritt die Ablösung zwischen dem 45. und 65. Lebensjahr ein. Besonders gefährdet sind stark Kurzsichtige und an Diabetes Erkrankte. Zusätzlich dazu ist die Krankheit aber auch erblich bedingt. Am häufigsten wird die Netzhautablösung durch den ganz normalen Alterungsprozess des Auges ausgelöst: Der aus einer gallertartigen Masse bestehende Glaskörper, der sich im Inneren des Augapfels befindet, schrumpft im Laufe der Jahre. Dadurch entstehen Löcher und Flüssigkeit tritt aus. Die rhegmatogene Netzhautablösung ist die Folge.

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Netzhautablösung

Bislang gibt es keine medikamentöse Behandlung dieser Augenkrankheit. Je nach Stadium und dem individuellen Krankheitsverlauf kommen aber folgende Behandlungsmöglichkeiten infrage:

Die Laser-Behandlung

Je eher die Krankheit entdeckt wird, desto unkomplizierter und risikoärmer ist auch die Behandlung. Wenn die Netzhautentzündung noch in einem sehr frühen Stadium ist, bzw. wenn nur ein Riss in der Netzhaut vorliegt, ist in der Regel eine Laser-Behandlung am betroffenen Auge möglich. Der Laserstrahl bewirkt an der verletzten Stelle eine Entzündung, die eine Vernarbung im Gewebe hervorruft und so den Riss in der Netzhaut verschließt. Meist ist eine Behandlung eines Netzhautrisses durch Lasern ambulant möglich.

Die Augenoperation

Oft wird die Netzhautablösung aber erst in einem Stadium entdeckt, in dem eine Laser-Behandlung wirkungslos ist. In diesem Fall muss das Auge operiert werden. Die Methode hierfür hängt stark von der Art der Netzhautablösung und dem Stadium der Erkrankung ab. Ziel der OP ist aber in jedem Fall, die Netzhaut zu fixieren und den eigentlichen Auslöser zu beseitigen. Meist erfordert eine Operation einen mehrtägigen stationären Aufenthalt.

Sollten Sie bei sich Anzeichen für eine Netzhautablösung entdeckt haben oder bereits wissen, dass Sie an dieser Augenkrankheit leiden, vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns. Wir werden Sie über auf Sie zugeschnittene Behandlungsmöglichkeiten und alles Wissenswerte rund um’s Thema informieren.

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