Netzhautablösung – Was tun?

Netzhautablösung – Was tun?

Netzhautablösung. Probleme erkennen und handeln!

Die Netzhautablösung (amotio Retina) ist eine eher seltene Erkrankung des Auges an der Netzhaut (auch Retina). Die Netzhautablösung zeichnet sich dadurch aus, dass sich die inneren Schichten der Netzhaut des Auges von der Versorgungsschicht (der retinalen Pigmentepithel) ablösen. Meist wird die Ablösung der Schicht, durch den natürlichen Alterungsprozess der Netzhaut im Auge verursacht.

Bei einer frühzeitigen Operation der betroffenen Schicht der Netzhaut bzw. Retina im Glaskörper des Auges sind die Genesungschancen einer Netzhautablösung sehr gut. Wird allerdings zu spät oder gar nicht bei einer Netzhautablösung eingegriffen, kann die Ablösung der Netzhaut des Auges auch zur vollständigen Erblindung der Augen führen. Behandelt werden kann eine Netzhautablösung durch das lasern der Augen, oder mit einer Operation der Netzhaut. Abhängig ist die Operation der Netzhaut vom Stadium der Netzhautablösung im Auge.

Wie ist die Netzhaut aufgebaut?

Die Netzhaut des Auges besteht aus mehreren Teilen und liegt an der Innenwand des Auges. Der größte Teil ist der sogenannte Pars optica. Hier befinden sich die sogenannten Fotorezeptoren. Diese Fotorezeptoren sind bekannt als Stäbchen und Zapfen. Der Punkt, an dem die Netzhaut in den Sehnerv übergeht, nennt man den Blinden Fleck.

Die Stäbchen im Auge sind primär für das Wahrnehmen von Schwarz und Weiß verantwortlich. Die Zapfen hingegen fungieren für das Wahrnehmen von Farben. Zudem sind die Zapfen weniger lichtempfindlich und der Grund, warum ein Mensch nachts oftmals unschärfer sieht.

Die Nervenzellen Verarbeiten die Impulse die sie von Stäbchen und Zapfen erhalten. Diese Informationen die durch Stäbchen und Zapfen an die Nervenzellen weitergeleitet wurden, werden über den Sehnerv an das Gehirn geleitet. Dort setzt sich dann das gesamte Bild zusammen.

Welche Symptome einer Netzhautablösung gibt es?

Eine Netzhautablösung macht sich meist durch verschiedene Sehstörungen des Auges bemerkbar: Die Patienten sehen bei einer Netzhautablösung Lichtblitze, schwarze Punkte und Flocken, die sich bewegen. Schatten, die sich ausbreiten, können ebenfalls vorkommen.

Sollten Sie auch nur Anzeichen einer Netzhautablösung im Auge bei sich feststellen, ist es ratsam, Ihre Augen, Netzhaut (Retina) und den Glaskörper so bald wie möglich von einem Augenarzt untersuchen zu lassen.

Je früher die Netzhautablösung von einem Augenarzt erkannt und behandelt werden kann, desto größer sind die Chancen auf eine vollständige Genesung. Eine nicht oder zu spät behandelte Ablösung der Netzhaut kann dagegen zu einer Erblindung des Auges führen.

Wie sieht die Untersuchung und Diagnose der Netzhautablösung aus?

Wenn Ihre Augen Symptome einer Netzhautablösung aufweisen, sollten Sie umgehend einen Augenarzt aufsuchen. Dieser wird eine Augenspiegelung des Glaskörpers beim Patienten durchführen. Damit kann die Innenfläche des Glaskörpers im Auge, die von außen normalerweise nicht sichtbar ist, untersucht werden.

Das Gute an einer Augenspiegelung des Glaskörpers ist, dass sie schmerzfrei und risikoarm ist. Zudem lässt sich die Netzhaut des Patienten sehr gut prüfen. Sie wird auf mögliche Ablösungen sowie Risse oder Löcher in der Netzhaut untersucht, indem der Arzt den Hintergrund des Auges bzw. Glaskörpers ausleuchtet, um so eine Veränderung auf der Netzhaut (Retina) im Auge erkennen zu können.

Sollte es zu einer Netzhautablösung kommen, löst sich diese von der Aderhaut im Glaskörper. Löst sich die Aderhaut von der Netzhaut, können sich Flüssigkeiten wie Blut und Wasser im Auge des Patienten bilden. Die Beschädigung der Aderhaut und die Bildung von Flüssigkeit gelten zu vermeiden. Sollte hierbei keine eindeutige Diagnose des Glaskörpers möglich sein, ist eine Ultraschalluntersuchung eine gängige Alternative um eine Netzhautablösung im Auge festzustellen.

Was für Risikofaktoren gibt es bei Netzhautablösung?

Netzhautablösung: Welche Risikofaktoren & Ursachen gibt es?

Die Netzhautablösung ist eine relativ seltene Krankheit. Die Ablösung der Netzhaut bzw. Retina betrifft statistisch nur einen von 10.000 Menschen. Das entspricht 0,01 Prozent. Dennoch können auch Löcher entstehen. Meist tritt die Netzhautablösung der Augen zwischen dem 45. und 65. Lebensjahr auf.

Besonders gefährdet sind Augen von stark Kurzsichtigen und an Diabetes Erkrankten. Lassen Sie sich daher immer wieder von einem Augenarzt untersuchen. Zusätzlich dazu ist die Netzhautablösung der Augen aber auch erblich bedingt. Am häufigsten wird die Netzhautablösung durch den ganz normalen Alterungsprozess des Auges ausgelöst:

Der aus einer gallertartigen Masse bestehende Glaskörper des Auges, schrumpft im Laufe der Jahre. Dadurch entstehen Löcher und Flüssigkeit tritt aus. Die rhegmatogene Netzhautablösung des Auges ist die Folge. Zur Vorsicht sollte immer ein Augenarzt bei Symptomen aufgesucht werden.

Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es bei einer Netzhautablösung?

Bislang gibt es keine medikamentöse Behandlung der Netzhautablösung. Je nach Stadium und dem individuellen Krankheitsverlauf der Netzhautablösung kommen aber folgende Möglichkeiten zur Behandlung der Augen infrage:

Die Laser-Operation der Augen

Je eher die Ablösung der Netzhaut entdeckt wird, desto unkomplizierter und risikoärmer ist auch die Behandlung der Netzhaut des Auges. Wenn die Ablösung der Netzhaut noch in einem sehr frühen Stadium ist, bzw. wenn nur ein Riss in der Netzhaut vorliegt, ist in der Regel das Augen lasern als Behandlung am betroffenen Auge möglich. Der Laserstrahl bewirkt an der verletzten Stelle des Auges eine Entzündung, die eine Vernarbung im Gewebe der Netzhaut bzw. Retina hervorruft und so den Riss in der Netzhaut des betroffenen Auges behandelt und verschließt. Meist ist eine operative Behandlung des Risses in der Netzhaut des Auges durch Lasern ambulant möglich.

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Die Operation der Augen

Oft wird die Ablösung und Bildung der Löcher der Netzhaut aber erst in einem Stadium entdeckt, indem eine Laser-Behandlung der Netzhaut bereits wirkungslos ist. In diesem Fall muss das Auge einer operativen Behandlung unterzogen werden. Die Methode hierfür hängt stark von der Art der Netzhautablösung und dem Stadium der Netzhaut-Erkrankung ab. Ziel der Operation an der Netzhaut ist aber in jedem Fall, die Netzhaut der Augen zu fixieren und den eigentlichen Auslöser der Netzhautablösung zu beseitigen. Meist erfordert eine Operation der Augen bzw. der Netzhaut einen mehrtägigen stationären Aufenthalt.

Sollten Sie bei sich Anzeichen für eine Netzhautablösung oder Entstehung von Löchern (Netzhautloch) der Augen entdeckt haben oder bereits wissen, dass Sie an einer Ablösung der Netzhaut bzw. Retina eines Auges leiden, vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns! Wir werden Sie über auf Sie zugeschnittene Behandlungsmöglichkeiten und alles Wissenswerte rund um das Thema der Netzhaut, Netzhautablösung und Augen informieren.

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