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Augenlasern im Überblick

Das Augenlasern ermöglicht ein völlig neues Lebensgefühl. Klare Sicht ohne Brille oder Kontaktlinsen dank Augenlasern.

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Augenlasern über 45 im Überblick

Sie wollen wieder ohne Brille lesen? Eine Augenlaserbehandlung bei Alterssichtigkeit macht das möglich.

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Augenlaser-Methoden 2026: Die neuesten Verfahren bei Augenlaser-OPs

Ob SMILE® pro, Femto-LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis), Trans-PRK, die klassische Photorefraktive Keratektomie oder PRESBYOND® – die moderne refraktive Chirurgie bietet heute für nahezu jede Fehlsichtigkeit ein passendes Verfahren. Doch welche Methode ist die richtige für Sie? Viele Betroffene wünschen sich vor allem eines: ein Leben ohne Brille und Kontaktlinsen.

In diesem Beitrag gebe ich, Doctor-medic Liliana Bányai, Fachärztin für Augenheilkunde und Chirurgin für refraktive Chirurgie, einen fundierten Überblick über alle gängigen Augenlaser-Methoden – ihre Funktionsweise, Vor- und Nachteile sowie die jeweiligen Einsatzgebiete.

„Es gibt nicht die eine ‚beste‘ Methode – es gibt die für Ihre Augen beste Methode. Genau deshalb steht am Anfang jeder Behandlung bei uns eine gründliche Voruntersuchung, in der wir Hornhautdicke, Dioptrienwerte und Ihre individuellen Lebensumstände berücksichtigen“, erklärt Doctor-medic Liliana Bányai.

Welche Sehfehler lassen sich mit einem Augenlaserverfahren behandeln?

Weitsichtigkeit (Hyperopie), Kurzsichtigkeit (Myopie) und Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) lassen sich ohne Probleme mit unterschiedlichen Augenlaserverfahren lasern. Durch eine Anpassung der Brechkraft des Auges sind klare Sicht und ungeahnte Sehschärfe möglich.

Für die Behandlung von Sehfehlern und Augenerkrankungen (z. B. Grauer Star, medizinisch Katarakt, oder Grüner Star, medizinisch Glaukom) stehen jeweils unterschiedliche Methoden zum Augenlasern bzw. Augenoperationen zur Verfügung. Welche Methode eingesetzt wird, ist abhängig von der Ausprägung des Sehfehlers und den Voraussetzungen beim Hornhautgewebe – insbesondere von der Hornhautdicke. Die Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) von DOG und BVA legt hierfür bundesweit gültige Qualitätsstandards und Grenzwerte fest, an denen sich unsere Augenärzte orientieren.

Diese Augenlaser-Methoden gibt es

Je nach Patient stehen unterschiedliche Methoden beim Augenlasern zur Verfügung. Einige der wichtigsten Augenlaser-Techniken sind:

Welche Methode passt zu welcher Fehlsichtigkeit?

Neben der Methode selbst ist für viele Patienten die konkrete Ausgangssituation entscheidend. Hier ein Überblick, welche Verfahren bei welcher Fehlsichtigkeit typischerweise infrage kommen:

Kurzsichtigkeit (Myopie)

Die häufigste Ausgangssituation für eine Augenlaserbehandlung. Je nach Dioptrienwert und Hornhautbeschaffenheit kommen mehrere Verfahren infrage:

  1. SMILE® pro – minimalinvasiv, meist sehr schnelle Erholung
  2. Femto-LASIK – ebenfalls sehr schnelle Sehverbesserung, größerer Dioptrienbereich
  3. PRK & LASEK – Alternative bei dünnerer Hornhaut oder Kontaktsportarten

Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)

Auch eine Hornhautverkrümmung lässt sich heute mit modernen Verfahren gut korrigieren, oft in Kombination mit einer bestehenden Kurz- oder Weitsichtigkeit:

  1. Femto-LASIK – vielseitig einsetzbar, deckt das breiteste Spektrum ab
  2. SMILE® pro – geeignet bei bestimmten Voraussetzungen (bis ca. -5 dpt Astigmatismus)
  3. Trans-PRK – Alternative bei besonderem Hornhautbefund

Alterssichtigkeit (Presbyopie)

Ab etwa dem 45. Lebensjahr rückt meist nicht mehr die klassische Laserkorrektur, sondern ein spezialisiertes Verfahren in den Fokus:

  1. PRESBYOND® – kombiniert Nah- und Fernkorrektur mit erweiterter Schärfentiefe
  2. Monovision – bewährtes Grundprinzip, kombinierbar mit verschiedenen Basisverfahren
  3. Refraktiver Linsentausch – insbesondere bei zusätzlicher Linsentrübung sinnvoll

Welches Verfahren für Sie tatsächlich am besten geeignet ist, lässt sich erst nach einer gründlichen Voruntersuchung (dem sogenannten „Erst-Check“) verlässlich beurteilen.

SMILE® PRO

SMILE® PRO ist die neueste und modernste Augenlaser-Methode und eine Weiterentwicklung der ursprünglichen ReLEx SMILE-Technik – sie stellt eine sanftere Methode des Augenlaserns dar. SMILE® PRO setzt sich zusammen aus Small Incision Lenticule Extraction; verwendet wird für diesen Lasereingriff unter anderem der hochmoderne VISUMAX® 800 der deutschen Firma Zeiss.

Bei SMILE® PRO wird kein Flap in der obersten Hornhautschicht erzeugt und weggeklappt. Es erfolgt nur ein minimalinvasiver Schnitt am Rand der Hornhaut, was etwa 10 Sekunden dauert.

Hier kommt nur der Femtosekundenlaser zum Einsatz und es wird so wenig wie möglich in die Hornhaut eingegriffen. Der Operateur entnimmt einen vorher bestimmten Bereich im darunterliegenden Gewebe (den Lentikel) und entfernt ihn durch den zuvor angebrachten Schnitt. Dadurch erfolgt auch einen schnellen Heilungsprozess nach dem Eingriff. Der Eingriff ist auch geeignet für Patienten mit trockenen Augen, starken Sehfehlern und dünner Hornhaut.

Ob dieses Laserverfahren für Sie infrage kommt, um Ihre Sehkraft zu verbessern, wird wie bei allen anderen Verfahren im Rahmen einer genauen Voruntersuchung festgestellt.

SMILE® PRO Kosten: 2900 € pro Auge.

Femto LASIK

Die Femto-LASIK-Methode (LASIK: Laser-in-situ-Keratomileusis) wird bereits seit Jahren erfolgreich zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten angewendet. Bei dieser Augenlaser-OP präpariert ein Femtosekundenlaser den Hornhaut-Deckel, auch Flap oder Hornhautlamelle genannt, bevor es zum eigentlichen Eingriff kommt. Für die Korrektur der Sehschwäche kommt dann ein Excimerlaser zum Einsatz. Mit der Femto-LASIK können Sie sich Ihre Weitsichtigkeit lasern lassen.

Was ist besser: die LASIK oder Femto-LASIK-Methode?

Die Femto-LASIK-Methode ist eine Weiterentwicklung der LASIK-Methode. Der Unterschied zwischen LASIK und Femto-LASIK besteht darin, dass bei der herkömmlichen LASIK der Hornhautdeckel (Flap) mit einer ultra-scharfen computergesteuerten Präzisionsklinge, einem sogenannten Mikrokeratom, erzeugt wird anstatt durch einen 2. Laser.

Bei der Femto-LASIK-Methode kommt zur Herstellung des Flaps ein Femtosekundenlaser zum Einsatz. So wird nur eine dünne bzw. die oberste Schicht der Hornhaut abgetrennt und der Eingriff ist sicherer.

Die Hornhaut nimmt dabei keinen Schaden. Zudem ist der Eingriff schmerzfrei und weniger traumatisch für das Gewebe in der Durchführung. Einsetzbar ist diese Methode sowohl bei Kurz- und Weitsichtigkeit als auch bei Hornhautverkrümmung. Jedoch gibt es bei den Dioptrien Grenzwerte.

  • Kurzsichtigkeit: Bis – 10 Dioptrien
  • Weitsichtigkeit: Bis + 4 Dioptrien
  • Hornhautverkrümmung: – 5 Dioptrien

PRESBYOND®

Die PRESBYOND®-Methode ist speziell für Patienten mit Alterssichtigkeit (auch Altersweitsichtigkeit oder medizinisch Presbyopie genannt) geeignet. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung der Monovision. Der Verlust der Elastizität der natürlichen Augenlinse ist der Grund für die Entstehung von Alterssichtigkeit. Mit PRESBYOND® lässt sich diese effektiv behandeln.

Damit die Augen besser zusammenarbeiten, wird das dominante Auge auf Weitsicht und das andere auf Nahsicht eingestellt.

Das Gehirn setzt die Reize dann stimmig in ein Bild zusammen. Der Bereich, in dem Weitsicht und Nahsicht zusammenlaufen, nennt sich „Blend-Zone“. So kann auch in diesem Bereich (Intermediärbereich) scharf gesehen werden – und Sie können im Alltag auf eine Lesebrille verzichten.

Topographie gesteuerte LASIK

Die Topographie gesteuerte LASIK-Methode bietet mehr Möglichkeiten zur Individualisierung. Mittels Topographie erhält der Chirurg Daten über den individuellen Aufbau des Auges. So kann der Chirurg eine individuell angepasste Laser-Operation durchführen. Die Topographie gesteuerte LASIK-Methode ist besonders gut für Personen mit Hornhautverkrümmung geeignet.

Der Excimerlaser verändert die Form der Hornhaut und führt so zu einer Verbesserung der Sicht. 22.000 Punkte auf der Hornhaut werden vermessen und ergeben eine detaillierte Karte der Hornhaut.

Dadurch vermindert sich das Risiko für Nebenwirkungen des Eingriffs. In der Regel dauert die Topographie gesteuerte LASIK nicht länger als 15 Minuten.

Advanced PRK & LASEK

Advanced PRK und LASEK (Laser Epithelial Keratomileusis), auch als Trans-PRK bekannt, ist eine Weiterentwicklung der PRK/LASEK-Methode. Im Zuge der photorefraktiven Keratektomie (kurz PRK) findet mit dem Excimerlaser nur ein oberflächlicher Abtrag der obersten Hornhautschicht, dem Epithel, statt. Im Vergleich zu Femto-LASIK und SMILE® pro ist vor allem die Regenerationszeit länger.

Nach der Präparation trägt der Excimer-Laser/LASEK Laser die Unebenheiten der Hornhaut ab.  Dadurch kann ihre Brechkraft positiv beeinflusst werden. Die abgetragene oberste Schicht wächst nach 3 bis 5 Tagen wieder nach.

Nach einer Woche klingen Beschwerden wie Fremdkörpergefühl und tränende Augen wieder ab. Planen Sie mindestens eine Woche Urlaub nach der Behandlung ein. Merkliche Besserungen der Sicht zeigen sich nach ungefähr drei Monaten. Dann sehen Sie genauso gut wie nach einer SMILE® pro oder Femto-LASIK.

Anwendung möglich bei: 

  • Kurzsichtigkeit: bis max. -8 Dioptrien
  • Weitsichtigkeit: bis max. 3 – 4 Dioptrien
  • Hornhautverkrümmung: 3 – 4 Dioptrien

Monovision

Die Monovision mittels SMILE® pro ist eine weitere Möglichkeit, die Alterssichtigkeit zu verbessern. In der Regel wird das dominante Auge für die Ferne und das nicht dominante Auge für die Nahsicht eingestellt. Dabei wird die bestehende Kurzsichtigkeit des nicht dominanten Auges nur geringfügig verbessert, das dominante Auge wird auf Normalsichtigkeit eingestellt.

Die Augen liefern dem Gehirn dann zwei unterschiedliche Bilder. Es dauert eine Weile, bis das Gehirn diese richtig zusammensetzt. Nach der Behandlung wird aber meist keine Brille mehr benötigt. Wussten Sie? Der Dichter Goethe wurde bereits mit dieser Sicht geboren, deshalb wird diese auch Goethe-Blick genannt.

Linsenimplantate als Augenlaser Alternative

Nicht jede Fehlsichtigkeit oder Hornhautbeschaffenheit ist für eine klassische Augenoperation mittels Laser geeignet – etwa bei sehr hohen Dioptrienwerten oder einer zu dünnen Hornhaut. In solchen Fällen kann eine implantierbare Kontaktlinse (ICL) eine geeignete Alternative sein: Dabei wird zusätzlich zur eigenen, natürlichen Augenlinse eine Kunstlinse eingesetzt, ohne dass Hornhautgewebe entfernt werden muss.

Auch bei Augenerkrankungen wie Katarakt (Grauer Star) oder Glaukom (Grüner Star) steht nicht die Laserkorrektur einer Fehlsichtigkeit im Vordergrund, sondern ein Linsenaustausch: Dabei wird die eingetrübte Augenlinse gegen eine künstliche Linse ersetzt. Mit modernen Multifokallinsen lässt sich dabei häufig zusätzlich auf eine Lesebrille verzichten.

Wie sicher sind die verschiedenen Verfahren?

Unabhängig vom gewählten Verfahren gehört das Augenlasern heute zu den am besten untersuchten Eingriffen der refraktiven Chirurgie. Studien beziffern die Rate schwerer Komplikationen über alle modernen Methoden hinweg auf unter 0,3 Prozent, während über 99,5 Prozent der Patienten eine Sehschärfe von 0,8 oder besser erreichen.

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal bei der Wahl Ihres Behandlungszentrums ist die Zertifizierung durch die Kommission Refraktive Chirurgie (KRC) – die gemeinsame Fachkommission der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA), die bundesweit gültige Qualitätsstandards für alle refraktiven Verfahren definiert.

Wie wird die passende Methode für mich bestimmt?

Die Wahl des richtigen Verfahrens ist keine freie Entscheidung allein nach persönlicher Präferenz, sondern das Ergebnis einer umfassenden Voruntersuchung. Dabei fließen unter anderem folgende Faktoren in die Empfehlung ein:

  • Hornhautdicke (gemessen per Pachymetrie)
  • Hornhauttopografie (zur Erkennung von Unregelmäßigkeiten)
  • Dioptrienwerte und Art der Fehlsichtigkeit
  • Tränenfilmqualität und Neigung zu trockenen Augen
  • Lebensstil und berufliche Anforderungen (z. B. Kontaktsport, Bildschirmarbeit)

„Manche Patienten sind grundsätzlich für mehrere Verfahren geeignet und können dann unter Berücksichtigung ihrer Lebensweise mitentscheiden. Andere kommen aufgrund ihrer individuellen Hornhautanatomie von vornherein nur für eine bestimmte Methode infrage“, erklärt Doctor-medic Liliana-Iulia Bányai.

Was kostet eine Augenlaserbehandlung – und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die Kosten für eine Augenlaserbehandlung variieren je nach gewählter Methode. In der Regel übernimmt die Krankenkasse die Kosten für das Augenlasern nicht, da es sich um eine überwiegend elektive Behandlung handelt; einige private Zusatzversicherungen beteiligen sich jedoch anteilig. Ausführliche Informationen zu Preisen und Finanzierungsmöglichkeiten finden Sie in unserem Beitrag zu den Augenlaser-Kosten.

Bányai Neue Augen – Ihr Team für Augenlasern in Stuttgart und Karlsruhe

Doctor-medic Liliana Bányai und Dr. med. Daniel Bányai führen gemeinsam mit Ihrem Ärzteteam über 3.000 Augenlaserbehandlungen pro Jahr in den Augenlaserzentren in Stuttgart und Karlsruhe durch und zählen damit zu den High-Volumen-Operateuren in Deutschland. Beide beschäftigen sich seit Jahren intensiv mit den modernen Verfahren der refraktiven Chirurgie im Fachbereich der Augenheilkunde und setzen dabei auf modernste Technologie namhafter Hersteller wie Zeiss.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zu Augenlaser-Methoden

Es gibt keine allgemein „beste“ Methode – jedes Verfahren hat spezifische Stärken. SMILE® pro und Femto-LASIK überzeugen durch eine schnelle Erholung, während Trans-PRK und PRK/LASEK bei dünnerer Hornhaut oder erhöhten Stabilitätsanforderungen (z. B. Kontaktsport) Vorteile bieten. Die individuell passende Methode wird im Rahmen der Voruntersuchung bestimmt.

Bei SMILE® pro wird über einen sehr kleinen Schnitt ein Hornhautlinsenscheibchen entnommen, ohne dass ein größerer Flap entsteht. Bei der Femto-LASIK wird hingegen ein Hornhaut-Flap erzeugt, angehoben und nach der Laserbehandlung zurückgeklappt. SMILE® pro gilt dadurch als etwas gewebeschonender, während die Femto-LASIK ein breiteres Spektrum an Fehlsichtigkeiten abdeckt.

Trans-PRK eignet sich besonders für Patienten mit dünnerer Hornhaut, bei denen eine Flap-Bildung nicht empfehlenswert ist, sowie für Personen mit erhöhtem Verletzungsrisiko für die Augen, etwa durch Kontaktsportarten. Der Nachteil ist eine etwas längere Erholungsphase von rund fünf bis sieben Tagen.

In der Regel wird pro Patient eine Methode gewählt und einheitlich an beiden Augen angewendet. Unterschiedliche Methoden pro Auge sind in speziellen Situationen möglich, stellen aber kein Standardvorgehen dar. Ihr Augenarzt bespricht dies im Rahmen der Voruntersuchung individuell mit Ihnen.

Bei Alterssichtigkeit (Presbyopie) kommen spezialisierte Verfahren wie PRESBYOND® Blended Vision oder Monovision zum Einsatz, bei denen die Augen unterschiedlich auf Nah- und Fernsicht abgestimmt werden. Bei bereits eingetretener Linsentrübung (Grauer Star) kann alternativ ein refraktiver Linsentausch sinnvoller sein.

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