Crosslinking & LASEK

Keratokonus – Wenn die Hornhaut zu dünn wird

Der medizinische Fachterminus Keratokonus setzt sich aus den griechischen Begriffen „keratos“ – Augenhornhaut und „konos“ – Kegel zusammen und bezeichnet eine Augenkrankheit, bei der die Hornhaut des Auges immer dünner wird und sich dadurch kegelförmig vorwölbt. Deutschlandweit sind ca. 40.000 Menschen betroffen.

Menschen mit einem Keratokonus haben in der Regel einen langen Leidensweg. Um die Sehkraft zu erhalten, müssen immer wieder neue Speziallinsen angepasst werden – häufig mit zweifelhaftem Erfolg.

Nun gibt es neben den bekannten chirurgischen Therapien einen neuen, vielversprechenden Ansatz, das „Cornea-Crosslinking & LASEK“-Verfahren. Zur Stabilisierung der Hornhaut wird dabei ein Crosslinking durchgeführt. Wenn der Keratokonus dann gestoppt ist, wird anschließend die Fehlsichtigkeit mit einer Augenlaser-Behandlung korrigiert.

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1. Schritt: Crosslinking

Das Cornea-Crosslinking ist eine Behandlungsmethode zur mechanischen Verfestigung des Hornhautgewebes. In anderen Fachrichtungen, wie der Orthopädie, der HNO-Kunde oder der Herzchirurgie, ist Crosslinking – die „Quernetzung“ von Geweben – schon lange üblich. Seit 10 Jahren wird dieses Verfahren auch in der Augenheilkunde angewandt. Durch das Crosslinking wird das Fortschreiten der Keratokonus-Erkrankung gestoppt.

Die kurze operative Crosslinking-Behandlung lässt sich ambulant unter örtlicher Betäubung durchführen.

Ablauf
Das Hornhautgewebe wird mit Riboflavin (Vitamin B2) beträufelt. Damit das Vitamin in das Gewebe eindringen kann, wird die Hornhautoberfläche, das Epithel, vorab aufgeraut oder entfernt.

Es folgt eine 30-minütige Bestrahlung der Hornhaut mit ultraviolettem Licht. Durch die Strahleneinwirkung wächst die Zahl der Quervernetzungen zwischen den Fasern des Hornhautgewebes an – das Gewebe stabilisiert sich.

2. Schritt: LASEK

Mit dem Crosslinking-Verfahren können wir den Krankheitsverlauf stoppen. Um dem Patienten zu einer besseren Sehleistung zu verhelfen, führen wir im zweiten Schritt eine Augenlaser-Behandlung durch. Mit einer LASEK wird nun die bei Keratokonus-Patienten gravierende Fehlsichtigkeit behandelt.

Dabei ist leider keine vollständige Korrektur wie bei einem gesunden Auge möglich, allerdings erfahren unsere Patienten durch diese Behandlung eine wesentliche Verbesserung ihrer Sehleistung und der verbleibende Sehfehler kann mit einer herkömmlichen Brille korrigiert werden.

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